Landau Hausarzt auf dem Wunschzettel

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Die Gemeinde Bellheim sucht im Internet unter www.ort-sucht-arzt.de nach einem Allgemeinmediziner. Sie wirbt in wenigen Zeilen unter anderem mit der guten Verkehrsanbindung und dem Schwimmpark. Akut sei das Problem Ärztemangel aber noch nicht. Die Situation sei sogar noch recht gut, teilt der Abteilungsleiter des Ordnungs- und Sozialamtes, Harald Müller, auf Anfrage mit. Es seien sowohl Allgemeinmediziner als auch Fachärzte wie Hautarzt, Frauenarzt, Internisten und Kinderarzt vorhanden. Allerdings steige in Bellheim der Anteil an älter werdenden Ärzten, und immer weniger junge Ärzte seien bereit, in deren Fußstapfen zu treten. Dabei gebe es immer mehr ältere Menschen und damit einen höheren Bedarf an medizinischer Versorgung, sagt Müller. Um etwas gegen dieses Phänomen zu tun, habe der Gemeinderat im Sommer beschlossen, ein Konzept zu erstellen, um das die Hausarztgrundversorgung sichern soll. Auch die Beteiligung am Projekt „Ort sucht Arzt“ gehört dazu. Bisher habe sich aber noch kein Interessent gemeldet. Der Wunschzettel der Verbandsgemeinde (VG) Rülzheim ist, was Ärzte angeht, etwas üppiger. Ein Allgemeinmediziner, ein Augenarzt sowie ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt sollen ihre Zelte dort aufschlagen. Die Verbandsgemeinde wirbt im Netz mit einer „sehr guten Verkehrsanbindung“ sowie attraktiven Wohngemeinden. Besonders in Leimersheim und in Hördt werde mittelfristig wohl Bedarf bestehen, meint Moritz Wolff von der Verwaltung. Da aber alle wichtigen Fachärzte innerhalb einer vertretbaren Distanz von zwölf Kilometern erreichbar seien, sei die Versorgungssituation aktuell als zufriedenstellend einzuschätzen. Die VG inseriere auf dem Portal, weil Verbands- und Ortsgemeinden keinen rechtlichen Rahmen hätten, um Einfluss auf die Bedarfsplanung, also die Grundlage der ärztlichen Versorgung in deren Regionen, zu nehmen, erklärt Wolff. Als Entscheider und Gestalter vor Ort sei es deshalb wichtig, den Standort auf den richtigen Kanälen und so breit gestreut wie möglich in einem guten Licht zu präsentieren. „Deshalb werden die aktuellen Angebote wie beispielsweise ,Ort sucht Arzt’ von uns gerne wahrgenommen.“ Mit sehr geringem Aufwand sei es auf der Seite der Kassenärztlichen Vereinigung möglich, „sich an einer Stelle zu präsentieren, die für Jungmediziner und Niederlassungswillige ohnehin ein zwingender Anlaufpunkt ist“, sagt Moritz Wolff. Ähnlich sieht es auch die Ortsbürgermeisterin von Jockgrim, Sabine Baumann. Auch ihr Ort ist auf dem Portal vertreten und sucht nach einem Augen- und einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Die Gemeinde wirbt auf der Website mit einem „regen Vereinsleben“ und einem Optiker vor Ort. Entscheidend sei auch, dass auf der Internetseite „Ort sucht Arzt“ kostenlos inseriert werden kann. „Eine Anzeige in einem Fachblatt muss bezahlt werden, und ob sie eine Ärztin oder einen Arzt stärker dazu bewegt, sich in Jockgrim niederzulassen, ist zweifelhaft“, sagt Baumann. Ein Arzt, der eine attraktive Gemeinde suche, schaue sich vermutlich im Internet um, hoffentlich auch bei der Kassenärztlichen Vereinigung. Baumann sieht im Internet vielfältige Möglichkeiten, die Standortvorteile der Gemeinde darzustellen – zum einen die Angebote im medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Bereich, zum anderen solche, die Jockgrim als Wohnort bietet.

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