Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Hartmanns Idee nicht vom Tisch

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Der Newcomer Dominik Geißler (CDU) ist der Überraschungssieger bei der Oberbürgermeisterwahl in Landau – zumindest bisher, nach dem ersten Wahlgang. Dass er dies nur seinem berühmten Vater zu verdanken hätte, wäre allerdings zu kurz gegriffen. Geißler hat einen sehr persönlichen Wahlkampf mit zahllosen Begegnungen geführt und dabei von sich das Bild eines Kümmerers gezeichnet. Grobe Fehler hat er nicht gemacht; vereinzelte Kritik, dass er eine Fülle von Themen ohne Schwerpunktsetzung in seinem Bauchladen gesammelt habe, hat den guten Gesamteindruck nicht getrübt. Auch nicht, dass Kommunalpolitik für ihn völliges Neuland ist.

Maximilian Ingenthron hat sein Wahlergebnis von 2015 annähernd gehalten, obwohl er mit seinen Aufgabenfeldern wie Schule, Sport und Kultur nur wenig glänzen konnte: Er war im Stadtvorstand nahezu kaltgestellt. In der Öffentlichkeit hatten vor allem Oberbürgermeister Thomas Hirsch und Hartmann mit seiner Verkehrspolitik gestanden. Doch Ingenthron hatte schon früh vorhergesagt: Die Wähler wollen keine zu große Machtkonzentration. Er hatte sich daher gute Karten ausgerechnet. Jedoch hat er seinen Amtsbonus auch nicht genutzt, weil er aus seinem Dezernat nichts gemacht hat.

Lukas Hartmann hat seinen Zustimmungswert dagegen mehr als verdoppelt – trotz oder weil er in Landau nahezu omnipräsent ist. Er war der einzige Kandidat mit klaren Vorstellungen zur Weiterentwicklung der Stadt und hat damit auch viele Stammwähler anderer Parteien beeindruckt. Nichtsdestotrotz hat er auch viele Wähler verschreckt, beispielsweise weil er wegen des Klimawandels erhebliche Veränderungen anmahnt. Hartmann hat insbesondere die Vision einer Stadtbahn für Landau und die Südpfalz, ein Thema, das er weiter verfolgen wird und das auch der künftige Oberbürgermeister nicht vom Tisch wischen darf.

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