Landau Guck mal, ein Vogel!

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Das Reptilium Landau hat tierische Verstärkung bekommen: Haarige Mini-Raubtiere sind die neuen Stars. Vorbei sind die beschaulich ruhigen Tage der Spornschildkröten. Ab sofort herrscht nun Unruhe mit dem Einzug der drei Erdmännchen-Damen.

Ich habe gehört, dass das Reptilium in Landau neue Bewohner bekommen hat. Da bin ich gleich mal hin, um meine tierischen Freunde zu besuchen. Drei Erdmännchen-Damen fanden jetzt dort ihr neues Zuhause. Umgeben von Steinen, Baumstümpfen, einer Bananenstaude und einem Säulenkaktus können sich die Jungtiere austoben. Sie haben einen besonders schönen Platz direkt am großen Fenster erhalten. Als ich näher komme, stellen sich alle drei auf – und beobachten mich neugierig. Sie haben recht kleine, rundliche Köpfe, große Knopfaugen und ein hellbraunes Fell. Nach einer Weile stellen sie fest, dass keine akute Gefahr droht. Ein Erdmännchen stellt sich auf den Baumstumpf und hält Wache. Aber es ist so müde, dass es fast runterfällt. Die anderen beiden putzen sich gegenseitig. Diese Erdmännchen sind wirklich süß. Wenn Gefahr droht, geht es ab in den Untergrund, der im Reptilium aus vielen Röhren und Gängen besteht. Da bin ich jetzt aber auch neugierig geworden. Ich will mehr über die Erdmännchen erfahren. Uwe Wünstel, 35 Jahre alt, ist der Chef des Reptiliums. Er kennt sich richtig gut mit den Tieren aus und kann mir sicher etwas über die Erdmännchen erzählen. Wieso gibt’s eigentlich Säugetiere im Reptilium? „Die drei Damen sind im Zoo Neunkirchen im Februar geboren worden. Dort hatten sie aber keinen Platz mehr. Wir konnten sie dann hier aufnehmen“, berichtet Wünstel. Die drei sind Geschwister und verstehen sich prächtig. Aber vermissen sie nicht ihre Eltern? „Es ist normal, dass die Jungtiere aus der Gruppe rausgehen, wenn sie ihre Mutter nicht mehr brauchen.“ Das verstehe ich. Wenn ich einmal groß bin, dann werde ich auch unseren Biberbau verlassen und hinaus in die Welt ziehen. „Erdmännchen sind sehr gesellige Tiere. Man sieht die drei immer zusammen, sie sind fast nie getrennt“, erzählt mir Wünstel. „In den vergangenen Tagen, als es so heiß war, haben die Erdmännchen die Hitze genossen, sich auf den Rücken gelegt und in der Sonne brutzeln lassen.“ Ich schaue noch einmal zu den kleinen Raubtieren und sehe auch eine Schildkröte, die nicht weit weg von ihnen dasitzt. „Die Spornschildkröten kommen ursprünglich auch aus Afrika. Wahrscheinlich bekommen sie nicht viel von den Erdmännchen mit, die sind ihnen viel zu schnell.“ Also sind Familie Sporn und Familie Erdmann sehr friedvolle Nachbarn. Sie können sich auch gegenseitig nicht gefährlich werden. Erdmännchen fressen am liebsten Obst und Insekten. In der Natur werden sie selbst von Schlangen, Raubkatzen und Greifvögeln gejagt. „Wenn Segelflieger vom Ebenberg unterwegs sind, dann beobachten die Erdmännchen sie ganz genau, weil sie Greifvögeln ähneln“, weiß Wünstel. Wenn ihr die frechen und urkomischen Tierchen selbst einmal in Aktion sehen wollt, dann kommt doch ins Reptilium. Übrigens: Auch im Landauer Zoo könnt ihr die knuffigen Erdmännchen beobachten. (alek) Info —Das Reptilium Landau ist jeden Tag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Tickets kosten für Erwachsene 14,90 Euro und für Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren 10,50 Euro. Auch gibt es Familientickets und Aktionstage. —Der Landauer Zoo ist in den Sommermonaten von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt für Erwachsene kostet 6,50 Euro, für Kinder zwischen vier und zwölf Jahren 3,50 Euro. Auch hier gibt es Familienkarten.

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