Landau Grüne fordern Katzenschutzverordnung auch für Landau
Die Diskussion um die Kastrationspflicht streunender Katzen schwelt schon länger. Anfang Mai des vergangenen Jahres hatte der Verein Streunerpfoten Südpfalz Verwaltungen und Politiker angeschrieben mit der Bitte, eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht zu erlassen. Tierärzte und Tierschutzvereine standen hinter ihm. Einige Verbandsgemeinden in der Südpfalz haben heute Katzenschutzverordnungen, darunter Herxheim, Edenkoben und Maikammer.
Mit der Vorgabe soll die unkontrollierte Vermehrung von Streunerkatzen eingedämmt und Tierschützern Rechtssicherheit bei der Versorgung von Fundtieren gegeben werden. Lea Heidbreder, Lea Saßnowski und Kim Neumann von den Grünen greifen nun den Faden wieder auf. Im Mai 2022 hatte die Stadtverwaltung noch argumentiert, sie könne nur Rechtssicherheit schaffen, wenn über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren Daten gesammelt würden, „die eine hohe Anzahl an freilebenden Katzen im Stadtgebiet“ belegen. Die Stadt sah kein Problem mit freilaufenden Katzen.
Tierleid verringern
Dem widersprach der Verein Streunerpfoten energisch, und zwar mit Verweis auf das Bundeslandwirtschaftsministerium, das schon 2017 festgestellt habe, es bestehe keine Pflicht zur Zählung von Katzen. Neustadt war 2018 die erste Kommune in der Region, die den Forderungen von Tierschützen entsprach. Die Kreise Südliche Weinstraße und Germersheim haben die Verordnungen empfohlen. Das Heft des Handelns aber liegt bei den Verbandsgemeinden.
Übergeordnetes Ziel der Verordnung ist nach den Worten der drei Grünen, das Tierleid zu verringern. Die konsequente Durchführung des europaweiten Ansatzes Fangen-Kastrieren-Freisetzen führe zu gesünderen Populationen, die mittelfristig kleiner würden. Mit der Katzenschutzverordnung könne die Stadt eine Handhabe schaffen, die ehrenamtlichen Tierschützer zu entlasten, indem sie die Katzenhalter in die Pflicht nehmen. Die Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht ermögliche die schnelle Rückgabe der Tiere und somit eine verbesserte Möglichkeit zur Kostenerstattung.
Für die Verwaltung entstünden keine zusätzlichen Personalkosten, da die Kontrollpflichten für Kommunen zum großen Teil durch die Arbeit der Tierschutzvereine übernommen werde, da Finder in der Regel Tierschutzvereine ansprechen.
Info
Die nächste Sitzung des Stadtrats Landau ist am Dienstag, 28. Februar, 17 Uhr, im Ratssaal des Landauer Rathauses.