Landau
Gestrandeter Lkw-Fahrer kann endlich nach Hause
Der Tüftler aus der Nähe von Bad Herrenalb hatte schon vor rund 25 Jahren damit begonnen, seine Lastwagen mit Kameras rundum und zusätzlichen Spiegeln auszustatten, um sämtliche toten Winkel rings um seine Fahrzeuge vom Führerhaus aus einsehbar zu machen. Doch die Polizisten hatten jetzt moniert, dass zwei Außenspiegel zu rustikal befestigt waren und dass aufgrund der Zusatzkameras die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs erloschen sei. Kübler musste daher auf einem Parkplatz bei Rhodt einen Großteil seiner Sicherheitstechnik demontieren und darauf warten, dass er die Erlaubnis zur Weiterfahrt bekommt.
Bessere Sicht als mit üblichen Kameras
Am Montag ist er nach eigenen Angaben beim Tüv in Landau vorgefahren. Der habe die Einschätzung zu den Kameras, die in kleinen Tupperdosen rings ums Fahrzeug montiert waren, geteilt, also bestätigt, dass sie so nicht genehmigungsfähig seien. Kübler nimmt für sich in Anspruch, mit seinem System mehr sehen zu können als mit handelsüblichen Nachrüstkameras. Von zwei Zusatzspiegeln ist der Tüv aber offenbar bereit, wenigstens einen zu genehmigen und einzutragen. Kübler will sich jetzt auf den Heimweg in den Schwarzwald machen. Der Ex-Fernfahrer bedankt sich bei allen, die ihm während seines Zwangsaufenthalts Lebensmittel – bis hin zum Eis – gebracht und Werkzeug geliehen haben. Das sei ihm das letzte Mal so passiert, als er, wohl 1978, mit seinem Sattelzug im Schneechaos in Schleswig-Holstein steckengeblieben sei.