Edenkoben RHEINPFALZ Plus Artikel Fliegerbombe im Edenkobener Industriegebiet entdeckt

Die Bombe wurde bei Baggerarbeiten gefunden.
Die Bombe wurde bei Baggerarbeiten gefunden.

Im Edenkobener Industriegebiet ist am Mittwoch eine Fliegerbombe gefunden worden. Nachdem der Bereich um die Bombe herum evakuiert wurde, konnte sie schnell entschärft werden. Abgeschlossen ist die Sache damit aber noch nicht.

Am Ende ging es dann doch recht schnell. 15 Minuten benötigte der Kampfmittelräumdienst zum Entschärfen einer Fliegerbombe im südwestlichen Bereich des Industriegebiets in Edenkoben. In der Nähe des Bahnhofs war diese am Mittag bei Baggerarbeiten gefunden worden.

Nachdem die Einsatzkräfte alarmiert wurden, rückte der Kampfmittelräumdienst umgehend ein. Zwischen 13 und 14.30 Uhr evakuierten Polizei und Feuerwehr im 150 Meter Radius alle Häuser und Gewerbebetriebe. Bis zu 80 Personen mussten ihre Häuser verlassen. Für die, die keine Angehörigen hatten, bei denen sie unterkommen konnten, stellten DLRG und DRK einen Fahrservice, der Betroffene für die Zeit der Evakuierung in den Kurpfalzsaal brachte, wie der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Edenkoben Andy Haag berichtet. Zwei anliegende Firmen mussten die Produktion während des Einsatzes einstellen.

Etwa um 15 Uhr begann der Kampfmittelräumdienst mit der Entschärfung. Diese lief ohne Probleme, wie Feuerwehrdezernent der Verbandsgemeinde Edenkoben, Eberhard Frankmann, verriet. Um 15.15 war die Bombe entschärft. Die Feuerwehr fuhr die evakuierten Personen nach dem Einsatz wieder nach Hause. Der zuvor eingestellt Bahnverkehr konnte wieder aufgenommen werden, auch die in Teilen gesperrte Staatsstraße konnte wieder freigegeben werden. Und so konnte um kurz vor 16 Uhr wieder alles seinen gewohnten Gang gehen.

Ganz zu den Akten legen können die Beteiligten den Fall aber noch nicht. Die Bombe war nämlich in zwei Stücke geteilt. Den zweiten Teil konnte der Kampfmittelräumdienst nicht finden. Dieser könnte unter einem der Sand- und Schutthaufen auf dem Gelände sein, könnte aber auch mehrere Hundert Meter weiter liegen, wie Eberhard Frankmann vermutet: „Wir müssen jetzt darüber nachdenken, ob wir den Abschnitt noch einmal sperren lassen, damit der Kampfmittelräumdienst und Spezialfirmen das Gelände untersuchen können. Dazu müssen wir auch mit dem Grundstückseigentümer sprechen.“ Die Entscheidung über eine weitere Sperrung soll wohl am Donnerstag noch fallen.

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