Landau Fünfhundert singende Kehlen in drei Stunden

16 Chöre des Kreischorverbandes Südpfalz traten in Herxheim für einen guten Zweck auf.
16 Chöre des Kreischorverbandes Südpfalz traten in Herxheim für einen guten Zweck auf.

16 Chöre des Kreischorverbandes Südpfalz gaben in der katholischen Kirche St. Maria Himmelfahrt ein Benefizkonzert zugunsten des Fördervereins „Ein Hospiz für Landau – Südliche Weinstraße“. Das Programm umfasste traditionelle und pastorale Chorliteratur, aber auch moderne Popsongs, nachdenklich machende Lieder, Musicalhits sowie Filmkompositionen.

Zum Auftakt gab es gleich ein grandioses Orgelvorspiel des John Miles-Titels „Music was my first love“ des jungen Organisten Sebastian Müller. Mit „Frieden“ von Gerhard Grote und dem bekannten „Vater unser“ von Hanne Haller startete dann die Concordia Herxheim in die umfangreiche Programmfolge. „Crescendo Mühlhofen“ gefiel mit einem feinen Klangerlebnis bei Billy Joels „And so it goes“. Die Lyra Chöre aus Lustadt kamen mit dem Titel „I will follow him“ aus dem Film „Sister Act “ dem Original nahe. Der gemischte Chor aus Böbingen sang mit Musikalität „Die Rose“ von Amanda McBroom und erfreute mit dezent ausgewogenem Chorgesang bei Andrew Lloyd Webbers „Schau was Liebe ändern kann“. Der Titel „Shenandoah“ im Satz von Jay Althouse wurde ausdrucksstark vom Volkschor Edenkoben dargeboten. Das „Froschquartett Queichheim“ sang Robert Papperts an gregorianische Choräle erinnernde „Hymne“. Der große gemischte Chor des Gesangvereins Rechtenbach bot mit Bernd Stallmanns „Vom Flügel eines Engels berührt“ und Winfried Siegler-Legls „I want to go to heaven“ Chormusik von gesanglicher Reife. Das zahlenmäßig kleine, aber mit großem chormusikalischen Können ausgestattete gemischte Chorensemble „Chorisma“ Insheim sang Tore W. Aas „We lift our hands“ klar in Intonation und Diktion. Der stimmstarke Männerchor aus Essingen gestaltete Hans Langs „Vater unser“ und „Burden down“ im Satz von Weiß-Steinberg dynamisch und dennoch wohltuend differenziert. Die vereinten Chöre der „Concordia Bornheim“ und des „Liederkranz Steinfeld“ sangen „Wie kann es sein“ von den Wise Guys in feinnerviger Harmonik. Der Contrapunktchor aus Dammheim bot Russel Robinsons „Standing in the light of love“. Mit Hubert von Goiserns Alpenballade „Weit, weit weg“ gelang dem Männerchor Heuchelheim auch in der sprachlichen Umsetzung ein meditatives, leicht und schwebend gebotenes Klangbild. Mehr pastorale Chorliteratur folgte mit dem gemischten Chor aus Altdorf und den Sätzen „Glorialied“ und „Sanctus“ von Anette Thoma in solidem. Udo Jürgens nachdenkliches Lied „Ihr von morgen“ sang der Chor aus Barbelroth. Der Männerchor aus Schwegenheim zeigte mit Pasquale Thibauts „Ich glaube“ geschickte, wohltemperierte Differenzierung. Prochoro., ein kleiner leistungsbereiter gemischter Chor, beschloss das Konzert mit Melchior Francks Satz „So wünsch ich ihr eine gute Nacht“. Begeisterter Beifall gab es am Ende des fast dreistündigen Konzerts, das ein Spendenergebnis in Höhe von 2560 Euro ergab.

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