Landau Erasmus-Austausch: Landauer Schüler leben europäische Freundschaft

Freundschaften knüpfen und sich für Umweltschutz einsetzen: Schüler der KARS bei ihrem Austausch in Portugal. Bei einem gemeinsa
Freundschaften knüpfen und sich für Umweltschutz einsetzen: Schüler der KARS bei ihrem Austausch in Portugal. Bei einem gemeinsamen Projekt wurde der Strand gesäubert und von Müll befreit.

Das Erasmus-Programm hat zahlreichen Schülern der Konrad-Adenauer-Realschule plus (KARS) Reisen an Orte gelebter europäischer Geschichte ermöglicht. Im April geht es weiter.

Das Programm führte laut Mitteilung der Schule mehrere Schülergruppen bereits nach Kaunas in Litauen und in die Hauptstadt Portugals. Nächsten Monat reisen die Landauer zum historischen Omaha Beach nach Frankreich. Die Vorfreude steigt.

Bei ihrer vergangenen Reise nach Litauen erlebten die Schüler und Schülerinnen den Alltag ihrer Gastschüler hautnah mit, probierten neue Speisen, hörten eine fremde Sprache und stellten bei einer gemeinsamen Projektarbeit fest, wie vertraut sich Europa trotz aller Unterschiede anfühlen kann. Sie bauten mit Legosteinen eine Stadt, die konsequent auf Umweltbewusstsein setzt.

In vielen Gesprächen mit Litauern spielte auch die sicherheitspolitische Lage eine große Rolle. Die geographische Nähe zu Belarus und Russland prägt das Sicherheitsgefühl der Menschen deutlich. Auffällig sei dabei die ausgeprägt pro-europäische Grundhaltung des baltischen Volkes, stellten die Austauschschüler fest.

 Bei Freunden in Litauen.
Bei Freunden in Litauen.

Ein Glücksfall war zudem eine weitere europäische Zusammenarbeit, die während des Aufenthalts entstand: Zeitgleich war eine schwedische Delegation an der Schule zu Gast. Schnell wurde die Idee geboren, im kommenden Jahr ein Treffen oder gemeinsames Projekt der Schülervertretungen in Schweden zu organisieren.

Meeresschutz im Mittelpunkt

Bei einem anderen Austausch nach Lissabon standen für die Jugendlichen der KARS nicht nur beeindruckende Atlantikwellen und malerische Altstadtgassen auf dem Programm, sondern auch eine spannende Projektarbeit zum Thema Klimaschutz, Demokratie und digitale Zusammenarbeit. Spätestens nach den gemeinsamen Präsentationen auf Englisch und teilweise auf Portugiesisch waren sich alle Jugendlichen der Mitteilung zufolge einig: „Wer sich traut zu sprechen, wächst über sich hinaus.“

Die Austauschschüler zeigten sich zudem engagiert beim Projekt „Reduzierung von Meeresmüll/Plastik“. Dabei sammelten sie in nur einer Stunde über 150 Kilogramm Müll, der anschließend sachgerecht entsorgt oder im Rahmen eines Nachhaltigkeitsprojekts verwendet wurde. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Oceanário de Lisboa, wo die Jugendliche Haien und anderen Meeresgroßtieren ganz nah kamen und wichtige Einblicke in den Meeresschutz gewannen.

 Besuch der Portugalgruppe im Oceanário de Lisboa.
Besuch der Portugalgruppe im Oceanário de Lisboa.

„Tour de France“ auf dem Programm

Der nächste Austausch für die KARS-Schüler wartet schon im April. Dann geht es nach Frankreich in die Normandie, genauer gesagt zum Omaha Beach mit Schülerinnen und Schülern aus der französischen Stadt Rennes. „Die Jugendlichen begeben sich auf eine ,Tour de France’, die Geschichte und Gegenwart miteinander verbinden wird“, erzählen die Lehrer von ihren Plänen. Von den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs in Verdun über die Landungsstrände der Normandie bis in die Bretagne nach Rennes – hier werden die Schüler Geschichte hautnah erleben. Es werde vor Ort intensiv diskutiert, warum ein vereintes Europa keine Selbstverständlichkeit ist, so die Lehrkräfte weiter.

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