Landau Einwurf: Keine Illusionen schüren

Nicht nur Waren und Finanzen reisen immer schneller um die Welt, auch Bilder und Illusionen. Selbst Slumbewohner in afrikanischen Chaosstaaten haben Smartphones. Sie sehen im Internet Werbespots für Luxusautos aus Stuttgart, per Messenger erhalten sie Berichte von Leuten, die es schon nach Europa geschafft haben. In Europa liege der Reichtum auf der Straße – sogar ganze Wohnungseinrichtungen stellten die Deutschen regelmäßig auf die Bürgersteige (sie nennen das Sperrmüll). Weltreisende wie Matto Barfuss weisen zu Recht darauf hin, dass auf diese Weise oft ein falsches Bild entsteht. Seinen Mitmenschen zu helfen, ist richtig, und zupackende Hilfe ist in der Flüchtlingskrise auch weiterhin gefragt. Wir sollten uns aber sehr bewusst machen, welche Signale wir in die Welt senden, an Menschen, die nichts zu verlieren haben als ihre letzte Hoffnung.