Landau „Einfach mal bewerben“

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Herausragende Leistungen zahlen sich im Leben aus. An der Universität Koblenz-Landau sogar in wörtlichem Sinne. Denn: Wer gute Noten im Studium erbringt, hat Aussicht auf finanzielle Förderung durch das Deutschlandstipendium. Bei dem Auswahlverfahren spielen aber nicht nur gute Noten eine Rolle.

300 Euro im Monat für hervorragende Prüfungsergebnisse im Studium? Klingt fast zu schön um wahr zu sein. Ist aber möglich. Die Universität Koblenz-Landau bietet mit dem Deutschlandstipendium finanzielle Förderung für Studierende an. Das Geld wird jeweils zur Hälfte von privaten Förderern, wie Unternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen, bereitgestellt. Angelika Jungeilges, Leiterin des Referats Studium und Weiterbildung der Universität Koblenz-Landau, erklärt: „Der private Mittelgeber spendet monatlich 150 Euro, der Bund verdoppelt diese Spende, so dass den Studierenden ein Stipendium in Höhe von 300 Euro pro Monat ausgezahlt werden kann.“ Zurzeit gibt es an den beiden Campi Koblenz und Landau jeweils vier Stipendien. „Wie viel Geld insgesamt zur Verfügung steht, hängt immer davon ab, wie viele Förderer sich beteiligen. Im aktuellen Turnus spenden sieben Förderer acht Stipendien.“ Dazu gehörten der Freundeskreis Koblenz mit zwei Stipendien, der Freundeskreis Landau, der Lions Club Landau, die Lotto-RLP-Stiftung, MLP, das Softwareunternehmen Lexware und eine private Förderin. Und wer bekommt solch ein Stipendium? „Stipendien werden nach Begabung und Leistung vergeben“, erklärt Angelika Jungeilges. Dazu zählten bisher erbrachte Prüfungen und Leistungsnachweise, sowie der Notendurchschnitt. Außerdem könnten die privaten Mittelgeber für die von ihnen finanzierten Stipendien eine Zweckbindung für bestimmte Fachrichtungen oder Studiengänge festlegen. Eine Einflussnahme auf die Auswahl der zu fördernden Studierenden sei aber nach dem Stipendienprogramm-Gesetz ausgeschlossen, so Jungeilges. Neben den fachlichen Leistungen würden im Auswahlverfahren aber auch soziale Kriterien berücksichtigt. So wie bei Nikolai Staab. Der 26-Jährige studiert in Landau die Fächer Mathe und Physik auf Lehramt und erhält seit dem letzten Semester erstmals eine Förderung durch das Deutschlandstipendium. Staab berichtet: „Bei der Auswahl der Stipendiaten können auch gesellschaftliches Engagement oder besondere Umstände eine Rolle spielen.“ Er selbst sei Mitbegründer der Physikfachschaft und daneben auch in der Mathefachschaft aktiv. Außerdem habe er eine kleine Tochter von anderthalb Jahren und damit auch finanzielle Verpflichtungen. „Das Stipendium erleichtert da schon einiges, vor allem mit Kind“, berichtet Staab. Über den monatlichen Betrag von 300 Euro könne er frei verfügen. „Das bedeutet für mich, dass ich neben der Uni weniger arbeiten muss und mich mehr um meine Tochter kümmern kann“, freut er sich. Insgesamt ein Jahr läuft das Deutschlandstipendium. Danach kann man sich für eine Verlängerung bewerben. Neben dem finanziellen Aspekt habe das Stipendium noch einen anderen Vorteil. „Es finden Rheinland-Pfalz-weite Treffen statt, an denen Vertreter aus der Wirtschaft, Politik, Professoren und Stipendiaten teilnehmen“, so Staab. Dabei gehe es nicht nur um fachlichen Austausch, sondern auch um eine Vorbereitung auf das Leben nach dem Studium. „Da kann man Kontakte knüpfen.“ Das Stipendium kann Staab nur weiterempfehlen:„Ich glaube, manche denken, sie wären für so ein Stipendium zu schlecht. Einfach mal bewerben!“ Zu verlieren habe man schließlich nichts. (soma) Info Weitere Infos zum Deutschlandstipendium und dem Bewerbungsverfahren gibt es im Internet unter https://www.uni-koblenz-landau.de/de/uni/profil/freunde-foerderer/deutschlandstipendium .

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