Queichheim RHEINPFALZ Plus Artikel Eine Sportanlage für drei Schulen fertiggestellt

Ein Traum in Rot: Sportanlage an der Schneiderstraße.
Ein Traum in Rot: Sportanlage an der Schneiderstraße.

Landau hat für den Schulsport den roten Teppich ausgerollt. So etwa hat es Schul- und Sportdezernent Maximilian Ingenthron am Freitag bei der Einweihung einer neuen Sportanlage in Queichheim ausgedrückt.

Er spielt damit auf die rote Farbe des Tartanbelages an. Die Anlage besteht aus einem großen Platz mit drei 45 mal 27 Meter großen Multifunktionsspielfeldern, die in einer Richtung unter anderem für Fußball oder Hockey genutzt werden können, auf denen in Querrichtung aber auch Basketball gespielt werden kann. Acht Körbe sind montiert. Es gibt eine Rundlaufbahn, zwei Doppel-Weitsprunganlagen, eine Hochsprunganlage sowie Möglichkeiten für Kugelstoß und Beachvolleyball, plus vier 100-Meter-Bahnen.

Die Anlage stellt insofern eine Besonderheit dar, als sie für drei Schulen gemeinsam geplant und gebaut worden ist: für das ESG, bei dem sie auf dem alten Sportplatz angelegt wurde, für die Integrierte Gesamtschule und für die Paul-Moor-Schule mit ihren zwei Standorten auf dem IGS-Gelände und in der Münchener Straße.

Schulen anfangs unglücklich

Diese gemeinsame Lösung war anfangs bei den Schulen auf wenig Gegenliebe gestoßen, heute haben sie sich sehr damit angefreundet. Da die IGS über Landaus größte Halle verfüge, sei es ein Gebot der Vernunft gewesen, das ESG mit der Außenanlage auszustatten, so Ingenthron. Die IGS plant die Aufwertung ihres Außengelände und wird dafür unter anderem Basketballkörbe nehmen, die beim ESG demontiert worden sind.

Die gemeinsame Anlage für einen effizienten Mitteleinsatz sei eine Idee des Schulamtes unter Leitung von Ralf Müller gewesen, sagte Oberbürgermeister Thomas Hirsch. Sie hat 1,3 Millionen Euro gekostet, was für die Stadt dennoch gut leistbar war, da Landau in den Genuss einer Bundesförderung von 90 Prozent gekommen ist. Das entspricht einem Zuschuss von mehr als einer Million Euro. Weiteres Geld habe es aus dem Kommunalen Investitionsprogramm 3.0 von Bund und Land gegeben. Die Verwaltung sei äußerst erfolgreich dabei, solche Fördermöglichkeiten auszuschöpfen. Es habe allerdings einer Vorlaufzeit von sieben Jahren bedurft. Der Bundestagsabgeordnete Thomas Gebhart sagte, die Bundesförderung sei geflossen, weil es um eine vorbildliche Anlage für drei Schulen gegangen sei und weil sich Hirsch wiederholt in Berlin dahintergeklemmt habe.

Öffentliche Nutzung wird geprüft

Es sei traurig, dass solche Programme nötig seien; eigentlich müssten Kommunen aus eigener Kraft in der Lage sein, Schulsportanlagen zu unterhalten, so Hirsch. Und mehr noch: Nicht nur Schulen brauchten Sportmöglichkeiten, sondern auch die Allgemeinheit. Doch das könnten Kommunen allenfalls mit einer Doppelnutzung von Schulsporteinrichtungen leisten, die außerhalb der Unterrichtszeiten für den Vereins- oder Breitensport freigegeben werden.

Wie Ingenthron auf Nachfrage sagte, wird jetzt noch geprüft, ob die Schulanlage nachmittags auch von der Allgemeinheit genutzt werden darf. Das sei unter anderem eine Lärmfrage.

Markus Baumgärtner vom Gebäudemanagement war für die Umsetzung der Planung verantwortlich. Er habe noch nie eine so harmonische Baustelle erlebt. Gänzlich unproblematisch war aber auch sie nicht. Zwar waren Bodenbelastungen mit PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) wie auf dem benachbarten ehemaligen Rangierbahnhofgelände bekannt, doch während der Bauzeit stellten sich die Konzentrationen als höher heraus, als es die Stichproben vorab gezeigt hatten. Das habe die Entsorgungskosten in die Höhe getrieben.

Rolf Gauweiler, der stellvertretende Leiter der IGS, ESG-Direktorin Dagmar Linnert und Dorothee Braun-Stickel, die Leiterin der Paul-Moor-Schule, zeigten sich sehr zufrieden mit den neuen Sportmöglichkeiten.

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