Landau Eine Klasse für sich

Nino, Marcel, Alexandra und Linda (von links) üben sich beim Tag der offenen Tür im Werkraum im Gebrauch mit verschiedenen Werkz
Nino, Marcel, Alexandra und Linda (von links) üben sich beim Tag der offenen Tür im Werkraum im Gebrauch mit verschiedenen Werkzeugen.

Wohin schicke ich mein Kind nach dem Besuch der Grundschule? Diese Frage stellen sich Jahr für Jahr viele Eltern. Eine Entscheidungshilfe bot Tag der offenen Tür am Gymnasium in Edenkoben am Samstag: Das neue, sogenannte „rhythmische Ganztagesangebot“, das im kommenden Schuljahr eingeführt wird, stieß auf großes Interesse.

Vier Mal pro Woche erhalten die Kinder dann acht Schulstunden lang, von 8.05 bis 16.05 Uhr, eine umfassende Betreuung. „Wir wollen nach dem sogenannten ,rhythmischen Modell’ arbeiten“ sagte der Leiter der Orientierungsstufen, Oliver Mehler. Dabei sollen die Kinder in einem Klassenverband zusammen bleiben und nicht wie von den bislang bekannten Betreuungsmodellen erst am Nachmittag aus verschiedenen Klassen zusammengeführt werden. „Für die Kinder ist das dann nicht nur ein Aufgehobensein, sondern ein echtes Betreuen, womit wir auch einen Mehrwert an Leistung bieten“, erklärt Mehler. Er sieht mehr Gestaltungsmöglichkeiten. So ist es langfristig angedacht, die bislang nur am Nachmittag angebotenen Arbeitsgemeinschaften auch mal am Vormittag durchzuführen und den Mathematik- oder Deutschunterricht erst nachmittags anzugehen. Auch das Motto „Schüler helfen Schülern“ wird eingebracht. Sogar die Unterrichtung durch zwei Lehrkräfte in der Klasse wird ins Auge gefasst. Für Klassenarbeiten soll in der Schule gelernt, genau wie das Erledigen der Hausaufgaben gewährleistet werden. Denn: „Wenn das Kind erst gegen 16.30 oder gar 17 Uhr nach Hause kommt, soll es Ruhe haben, so Mehler. Gut wäre, wenn es gleich im ersten Jahr zu mindestens 20 Anmeldungen käme, denn dann könnte das „rhythmisierte Modell“ umgesetzt werden. Entstehen, wie dies in Edenkoben beabsichtigt ist, feste Ganztagsschulklassen, gibt es Fördergelder vom Ministerium. Auf Grund der gesellschaftlichen Gesamtsituation und der Entwicklung der vergangenen Jahre sehen die Lehrkräfte die Ganztagsschule schon als geradezu notwendig an. Derzeit bietet die Edenkobener Schule bereits ein eigenes Modell an, in dem zurzeit 15 Kinder an drei Tagen in der Woche bis 15.30 Uhr betreut werden. Zusätzliche Kosten für die Eltern fallen beim Ganztagesangebot übrigens nicht an, nur das Essen ist zu bezahlen. Und das wird noch vom Landkreis bezuschusst. „Und es schmeckt sogar“ versichern die Kinder. Beeindruckend ist die Vielfalt der Möglichkeiten an der Schule. So gibt es ein Musikangebot, das am Samstag den Interessierten vor Ort vor allem durch die Bigband und die Chorklassen des Gymnasiums in beeindruckender Weise dargeboten wurde. Altgriechische Tempel aus alten Buntstiften oder auch farbigen Trinkröhrchen zu bauen, auf die Idee muss man im Unterricht „Bildende Kunst“ erst einmal kommen. Hier waren wohl angehende Architekten am Werk. Wie meinte ein Steppke so treffend: „Das ist ja mal geil.“ Info Die Anmeldung für die neuen fünften Klassen ist am 15. und 16. Februar, jeweils von 7.30 bis 16 Uhr.

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