Landau Ein Ort für alle Generationen
230 ehrenamtliche Arbeitsstunden über knapp ein Jahr verteilt und 10.000 Euro für Spielgeräte ergeben einen hochwertigen Spielplatz als Generationentreffpunkt. Genauso hatten es sich die Eltern, Bürgermeister und Gemeinderäte vorgestellt. Am Freitag konnte der Erlebnisspielplatz am Storchennest in Erlenbach eingeweiht werden.
Trotz des Regens waren zahlreiche Familien mit ihren Kindern gekommen, um gemeinsam zu feiern, „denn wer feste arbeitet, darf feste feiern“, sagte der Beigeordnete und Ideengeber Mike Wünstel. Die neue Seilrutsche war der Kindermagnet schlechthin, doch auch die Nestschaukel für die Kleinen, das Klettergerüst und die breite Rutsche wurden eifrig ausgetestet. Die kleine Fabienne (18 Monate) strahlte, als ihre Mama Jasmin Wüst sie in der Nestschaukel anschubste. „Ich finde es super, dass es auch für kleine Kinder Spielmöglichkeiten gibt, oft kommen sie ja etwas zu kurz.“ Und auch ihr vierjähriger Sohn fand’s toll, er war gerade am Rutschen. Nachdem der alte Spielplatz 2015 aus Sicherheitsgründen geschlossen werden musste, entstand die Idee, ihn gemeinsam wieder flottzumachen. Im Frühjahr 2015 fand die Begehung statt, im Frühjahr 2016 haben dann die Planungen begonnen, wie Wünstel berichtete. Man habe sich an einer Alla-Hopp-Anlage orientiert. „Doch zuerst mussten die ganzen Brombeerhecken entfernt werden. Nach der 30. Fuhre Grünschnitt habe ich aufgehört, zu zählen“, sagte Wünstel. Insgesamt 37 Erlenbacher haben je nach zeitlicher Möglichkeit ihre Arbeitskraft eingebracht. Unterstützt wurden sie durch die Firmen Hör und Eck mit Bagger- und Fundamentarbeiten sowie dem Aufstellen der Holzgerüste. „Somit konnten wir nochmals über 5000 Euro sparen“, erklärte der Beigeordnete. Die alte Rutsche hatte sich Maik Werling vorgenommen, „immer wenn ich nach der Schicht Zeit hatte, war ich dabei“. Dann wurde abgeschliffen, gestrichen und der Hügel geebnet. Stellvertretend für alle Helfer nannte Wünstel Martin Likes, Uwe Mühldorfer und Jochen Wingerter, die über zwei Jahre unermüdlich gewerkelt und organisiert hatten. Gepflegt werden soll die Spielplatz-Anlage ebenfalls ehrenamtlich. „Denn ohne Ehrenamt läuft in Erlenbach gar nix“, betonte Wünstel. Schließlich eröffneten die Kinder ihren Spielplatz mit dem Durchschneiden eines Bandes.