Leseraufruf Ein Flugtag zu viel: Erinnerung an Ramstein 1988

Aufnahmen von damals zeigen die tragischen Sekunden nach dem Zusammenstoß der drei Flugzeuge.
Aufnahmen von damals zeigen die tragischen Sekunden nach dem Zusammenstoß der drei Flugzeuge.

Auf der Airbase in Ramstein sind bei einem Flugtag vor fast 34 Jahren 70 Menschen gestorben. Wie konnte es zu dem Unglück kommen? Darum geht es jetzt in einem neuen Podcast der RHEINPFALZ. Wir suchen nun Südpfälzer, die beim Unglück dabei waren und ihre Erinnerungen teilen möchten.

Amerikanisches Flair, Burger, Popcorn und Kampfflugzeuge aus der Nähe sehen. Eigentlich sollte der der Flugtag in Ramstein am 28. August 1988 ein Zeichen setzen für Freiheit und dabei das amerikanische Lebensgefühl feiern. Bis zum Nachmittag war das für die rund 300.000 Besucher der Airbase auch noch so. Doch dann geschah es: Gegen 15.44 Uhr stießen bei der letzten Flugnummer des Tages die drei Flugzeuge der italienischen Kunstflugstaffel zusammen. Eines der brennenden Flugzeuge stürzte dabei mitten in die Zuschauer.

Noch bis heute gehört das Flugunglück von Ramstein zu den größten Flugkatastrophen in Deutschland. 70 Menschen, darunter auch die drei italienischen Piloten, starben bei dem Unglück, mehr als 350 wurden schwer verletzt. Noch bis heute haben einige der Opfer mit ihren körperlichen, aber vor allem den seelischen Wunden zu kämpfen, die sie seit diesem Tag haben.

Spielfilm im Herbst

Der tragische Flugtag beschäftigt seit nun fast 34 Jahren. In diesem Jahr soll deshalb der Unfall auf dem US-Militärflughafen als Film mit dem Titel „Ramstein – Das durchstoßene Herz“ ins Fernsehen kommen. Das für Herbst geplante Drama dreht sich vor allem um die Folgen und die Aufarbeitung des Unglücks, ist aber kein Katastrophenfilm. Es gehe vielmehr um Opfer und ihre Ängste sowie um Helfer, die binnen Minuten schwere Entscheidungen fällen und um Familien, die Angehörige verlieren.

Opfer, Helfer und politische Funktionäre kommen auch in dem neuen RHEINPFALZ-Podcast „Die Katastrophe von Ramstein“ zu Wort. Redakteurin Rebecca Singer hat sich darin auch mit der Schuldfrage und der Aufarbeitung beschäftigt. Die Audio-Dokumentation erzählt in sieben Teilen alle 14 Tage von den Folgen des Unglücks. Wie konnten die Opfer weiterleben? Wurde aus Fehlern von damals gelernt? Kostenlos zu hören auf rheinpfalz.de/ramstein und allen gängigen Plattformen, zum Beispiel Spotify.

Aufruf

Jetzt sind Sie gefragt. Haben Sie noch Erinnerungen an die Katastrophe vom 28. August 1988 in Ramstein? Vielleicht waren Sie an dem Tag selbst dort oder mussten um Freunde oder Familienangehörige bangen. Senden Sie uns Ihre Geschichte und gerne auch Fotos per Mail an redlan@rheinpfalz.de.

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