Landau Die rollende Ambulanz Gottes

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Viel Lob gab es für die Aktion „Essen auf Rädern“ Bad Bergzabern in der Bergkirche, wo sie mit einem ökumenischen Festgottesdienst ihr 40-jähriges Bestehen (die RHEINPFALZ berichtete am 13. September) feierte und Gründungsmitglieder ehrte. Zusammengerechnet hätten die rund 150 ehrenamtlichen Helfer bereits mehr als siebenmal die Erde umrundet.

Orgelspiel und Dankeslied stimmten in den Jubiläumsgottesdienst in der renovierten und voll besetzten Bergkirche ein, bevor Dekan Dietmar Zoller Gäste und Ehrengäste aus Kirche, Politik und Einrichtungen begrüßte. Lob für das Geburtstagskind gab es gleich zu Beginn. Es gebe „kein besseres Beispiel“ für eine „so enge und gelungene ökumenische Zusammenarbeit“ wie die Aktion „Essen auf Rädern“, gewichtete er. Sein Dank galt allen Beteiligten beider Kirchengemeinden – denen der ersten Stunde bis heute. 25 Ehrenamtliche sind derzeit für rund 30 Kunden wechselnd im Einsatz. Gut 20 Kunden werden täglich ab elf Uhr mit Mahlzeiten von der Parkklinikküche, die seit 2009 das Essen zubereitet, beliefert. Zoller dankte auch der Stadt, die für die Aktion 33 Jahre lang einen Kleinbus nebst Fahrer zur Verfügung gestellt hatte. Die Predigt teilten sich der katholische Pfarrer Bernd Höckelsberger und die protestantische Pfarrerin Angela Fabian. Letztere stellte den sozialen Wert einer Mahlzeit mit Ritualen wie dem Tischgebet heraus. Höckelsberger lobte, dass die hiesigen Christen keine Stubenhocker und nicht die vom Papst kritisierten „Sofa-Christen“ seien, sondern Engagierte, deren rotes Mobil „aufrüttelt“. Auf Rädern oder zu Fuß kämen sie zu den Bedürftigen und ließen spüren: „Wir sind für dich da.“ Dorle Paulat, die die Aktion zusammen mit Irene Klein leitet, betonte die Leistung der insgesamt 150 Helfer in vier Jahrzehnten, die mit 365.000 Mahlzeiten und rund 292.000 gefahrenen Kilometern „mehr als sieben Mal die Erde umfuhren“. Sie lobte den „Weitblick“ der Gründer 1976, als von demografischem Wandel noch keine Rede war und das „sehr gut durchdachte und bewährte organisatorische System“, das man, aktualisiert, beibehalte. Lobende Erwähnung fanden die anwesenden Gründer und Verantwortlichen Elisabeth Cuntz, Elisabeth Gast, Anneliese Cuntz und Bärbel Haas, verhindert waren Maria Maier und Brigitte Grimm. Landesdiakonie-Pfarrer Albrecht Bähr dankte der „rollenden Ambulanz Gottes“ für die tolle Leistung in 40 Jahren. Besonders sei, dass man hier „viel früher als andernorts“ den Bedarf erkannt habe, lobte er die engagierten „Türöffner“. VG-Bürgermeister Hermann Bohrer hob die „Nächstenliebe und Zuwendung“ hervor, die mit und durch diesen Dienst geleistet werde, der es den Menschen ermögliche, lange zu Hause im gewohnten Umfeld bleiben zu dürfen. Die Kollekte des Abends ging an die Aktion. An der Orgel spielte Birgit Kern, den ökumenischen, grenzüberschreitenden Kirchenchor leitete Christiane Martin-Perwert. Die Leckerbissen im idyllisch beleuchteten Freien hatte Markus Erbach mit Team von der Parkklinik zubereitet. |hima

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