Meinung Der Stadt sind Ehrenamtler wenig wert

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Wenn Aufgaben abgegeben werden können, betont die Stadt gerne, wie wichtig Ehrenamt ist. Die Verwaltung zeigt jedoch wenig Wertschätzung.

Eine Runde Mitleid für die arme Kommune und ihre Beschäftigten. Die gestressten Amtmänner und -frauen der Stadt Landau müssen immer mal wieder abendlichen Sitzungen politischer Gremien beiwohnen, bei denen sich Ehrenamtliche verdingen. So ähnlich klang jedenfalls die Einlassung eines Verwaltungsmitarbeiters bei der jüngsten Sitzung des Beirats für Migration und Integration.

Er sagte, zum Schutz seiner Kolleginnen und Kollegen wäre es angemessen, wenn die Sitzungen spätestens um 17 Uhr beginnen würden. Dann müsse kein Mitarbeiter Überstunden aufbauen. Außerdem würde die klamme Stadt im Winter Geld sparen, weil Räume nicht mehr derart geheizt werden müssten. Und auch der Hausmeister müsste nicht spätabends noch nach dem Rechten sehen.

Ehrenamtler opfern ihre Freizeit

Die Aussage lässt tief blicken und legt ein fatales Bild frei, das offensichtlich in Landauer Amtsstuben herrscht: Der Ehrenamtliche als Kostenfaktor und Belastung. Dabei bringen sich diese Menschen im Vergleich zu den hauptamtlichen Bürokraten unentgeltlich zum Wohl der Stadt ein. Überstunden können sie keine aufbauen. Im Gegenteil: Sie opfern ihre Freizeit für die Allgemeinheit.

Wenn dann solche Aussagen fallen wie bei der Sitzung des Beirats, zeigt das nur, wie hohl das Wort Wertschätzung sein kann, wenn es lediglich als Phrase bei Sonntagsreden verwandt wird.

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