Landau / SÜW RHEINPFALZ Plus Artikel Denkmalschutz: Bund fördert drei Projekte

Die Burgruine Neuscharfeneck ist gesperrt. Sie muss umfangreich saniert werden.
Die Burgruine Neuscharfeneck ist gesperrt. Sie muss umfangreich saniert werden.

Der Bund hat am Mittwoch mehr als 1,2 Millionen Euro für Denkmalsanierungsprojekte in der Südpfalz bereitgestellt.

Darauf haben die Bundes- und Landtagsabgeordneten Thomas Hitschler und Alexander Schweitzer (beide SPD), Thomas Gebhart (CDU) und Tobias Lindner (Grüne) hingewiesen, die sich nach eigenen Angaben beim Haushaltsausschuss des Bundestages für die Förderung stark gemacht haben. Mit 810.000 Euro fließt der höchste Betrag für die Sanierung der Burgruine Neuscharfeneck, mit der der Scharfeneckverein und die Gemeinde Flemlingen als Eigentümerin der Burg allein überfordert wären. Das heißt, dass der Bund sich mit 50 Prozent an der Sanierung beteiligt. Das Geld stammt aus dem Bundessonderprogramm für Denkmalschutz.

Auch die Genossenschaft „Haus zum Maulbeerbaum“ in Landau kann mit einem weiteren Zuschuss in Höhe von mehr als 308.000 Euro freuen. Nach der statischen Sicherung und Sanierung des Dachstuhls des mutmaßlich ältesten säkularen Gebäudes der Stadt wird jetzt Geld für den Innenausbau gebraucht. Die Genossenschaft hat ein Nutzungskonzept für die ehemalige Herberge erstellt, das unter anderem möblierte Zimmer für Erasmusstudenten vorsieht, möglicherweise aber auch Übernachtungsmöglichkeiten für Jakobspilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela.

128.000 Euro helfen der katholischen Kirchengemeinde St. Martin in Mörlheim, ihre spätbarocke Orgel aus der Orgelmanufaktur Seuffert in Kirrweiler zu sanieren. Für die Rettung des vermutlich 1760 gebauten Instruments sind rund 250.000 Euro erforderlich, welche die Gemeinde allein nicht hätte aufbringen können.

Nach Angaben Hitschlers sind 5,2 Millionen Euro für 20 Projekte im Land bewilligt worden.

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