Landau „Den Schmerz aushalten“

Die Geehrten der „Aktion Menschlichkeit“ der CDU Südpfalz und Parteimitglieder versammelten sich gestern Abend auf der Bühne in
Die Geehrten der »Aktion Menschlichkeit« der CDU Südpfalz und Parteimitglieder versammelten sich gestern Abend auf der Bühne in der Landauer Festhalle.

Der Papa stirbt bei einem Autounfall auf der Autobahn auf dem Weg von der Arbeit nach Hause. Horror. Wer überbringt diese Schreckensnachricht? Oft ehrenamtliche Mitarbeiter des Kriseninterventionsdienstes! Auch die aus dem Kreis Germersheim. Sie hat die CDU Südpfalz bei ihrem Verbandstreffen in der Landauer Festhalle am Freitag ausgezeichnt. Auch die Hungermarschaktion Landau und die Edenkobener Tafel wurden bedacht. Der parlamentarische Staatssekretär Thomas Gebhart (Jockgrim) lobte den Einsatz der Menschen für Menschen: „Meinen allergrößten Respekt für dieses wirklich außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement. Der Kriseninterventionsdienst übernimmt in Notfällen eine besondere Verantwortung für andere. Die Mitglieder leisten eine ganz wertvolle soziale Arbeit.“ Kreis Germersheim: Der Kreisverband zeichnete folglich den Kriseninterventionsdienst (KID) des Deutschen Roten Kreuzes aus, der aus den Ortsvereinen Bellheim und Hagenbach besteht. Was ist der Kriseninterventionsdienst? Es gibt Momente, in denen Menschen durch plötzlich eintretende Not- und Unglücksfälle aus der Normalität ihres Lebens gerissen werden. Wenn Eltern durch das plötzliche Versterben ihres Kindes wie gelähmt sind, ein Familienvater durch einen Verkehrsunfall sein Leben verliert oder ein verzweifelter Mensch seinem Leben ein Ende setzt. Sowohl in diesen schweren Stunden als auch in anderen akuten Krisensituationen leisten Kriseninterventionshelfer „Erste Hilfe“, so Gebhart. Sie überbringen Todesnachrichten, sie sind da, halten mit den Angehörigen den Schmerz aus, hören zu, begleiten. Übrigens: Zu jeder Tages- und Nachtzeit kann der KID von den Einsatzkräften der Polizei, der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und von ärztlichen Diensten angefordert werden. Stadt Landau: Seit 42 Jahren gibt es den Hungermarsch, der durch eine Initiative der Katholischen Hochschulgemeinde an der Uni Landau und des damaligen Hochschulpfarrers Hermann Kiefer entstanden ist. Die Solidarität zu Menschen, die täglich 15 Kilometer zur nächsten Wasserstelle laufen müssen, war ausschlaggebend für eine Hungermarschstrecke von 30 Kilometern, die alljährlich am Feiertag Christi Himmelfahrt von vielen Teilnehmern zurückgelegt wird. Die Hungermarschprojekte in fünf afrikanischen Ländern (Kenia, Tansania, Sansibar, Ruanda und Kongo) beruhen auf dem Konzept „Wasser – Bildung – Gesundheit“. So werden die Erweiterung und Sicherstellung der Wasserversorgung, der Neubau und Wiederaufbau von Schulgebäuden, Kindergärten und Lehrwerkstätten mitfinanziert. Die Unterstützung von AIDS-Kranken und AIDS-Waisen erfolgt durch Krankenhausbau und Mitfinanzierung der Schulgelder und der notwendigen Lebensmittel. Kreis Südliche Weinstraße: Ausgezeichnet wurde die Edenkobener Tafel. Ehrenamtliche Mitarbeiter holen Lebensmittel dort ab, wo deren Vernichtung droht und verteilen diese an bedürftige Einzelpersonen, Familien und auch soziale Einrichtungen, die nicht über ausreichend Nahrung für den täglichen Bedarf verfügen. Sie sortieren die Lebensmittel, und bereiten sie zur Ausgabe bei der Tafel vor. Bäckereien, Metzgereien, Lebensmittel-Groß- und Einzelhandel sowie Privatpersonen aus dem Bereich der Verbandsgemeinde Edenkoben unterstützen die Tafel mit Geld- und Sachspenden.

x