Landau / SÜW CDU hinterfragt Modellversuch an Pflegestützpunkten

Viele Pflegebedürftige kommen ohne Beratung nicht zurecht.
Viele Pflegebedürftige kommen ohne Beratung nicht zurecht.

Die CDU im Landauer Stadtrat versteht nicht, warum das Land den Pflegestützpunkten an der Weinstraße nur eine Kraft als Modellversuch zur Seite stellt. Die Fakten seien doch bekannt, betont stellvertretender Fraktionsführer Peter Lerch.

„Seit über zehn Jahren muss der Pflegestützpunkt (PSP) Landau mit halb so vielen Kräften auskommen, wie im landesweiten Durchschnitt aller Pflegestützpunkte. Seit sechs Jahren haben sich CDU-Oberbürgermeister, SPD-Bürgermeister, Bundes- und Landtagsabgeordnete und der Stadtrat Landau in mehreren Schreiben, Petitionen und Anfragen an das Land gewandt, um eine Lösung dieser eklatanten Ungerechtigkeit zu erreichen. Alles leider ohne durchschlagenden Erfolg.“ Daran erinnert Peter Lerch und reagiert damit auf eine RHEINPFALZ-Berichterstattung, wonach das Land befristet bis Ende 2026 zwei halbe Stellen schafft, um das Angebot zu testen.

Belastung für Mitarbeiter

Fakt sei, so Lerch, dass die Kräfte des PSP Landau auf 1,5 Stellen sich um Pflegebedürftige von etwa 61.000 Einwohner zu kümmern hätten, während in den umliegenden Städten nach demselben Personalschlüssel weniger als 30.000 Einwohner zu betreuen seien. Es fehlten also 1,5 Stellen im PSP Landau. „Diese gravierende Unterbesetzung muss zwangsläufig zu einer erhöhten Belastung der Mitarbeitenden sowie längeren Wartezeiten für die Pflegebedürftigen führen.“

Wenn das Land nun eine halbe Stelle als Modellversuch „Optimierung des Beratungsansatzes zur Entlastung der Pflegekräfte der Beratung und Koordinierung“ bereitstelle, so sei dies zwar zu begrüßen, es könne aber allenfalls ein erster Schritt sein. „Warum ein Modellversuch?“, fragt Lerch. Die Fakten der Unterbesetzung seien völlig unstrittig, zur Lösung brauche es nur eine Personalaufstockung um 1,5 Stellen.

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