Landau Big Bands großes Ziel
SÜW. Seit etwa anderthalb Jahren führt der diplomierte Musikpädagoge Adrian Rinck als Leiter die Kreismusikschule an. Seit etwa sechs Monaten ist die Musikschule Landau in neuen Räumlichkeiten zuhause. Marktplatz regional fragt nach, ob und was es schon alles an Veränderungen gegeben hat; auch was noch alles vorgesehen ist und wie sich der 33-jährige Musiklehrer in seinem Amt eingelebt hat.
Rinck: Super, vielen Dank! Wir haben unter anderem einen ganz tollen Raum für Früherziehungsmusikkinder eingerichtet. Eine ideale Begegnungsstätte für kleine Kinder, um die ersten Kontakte zu den jeweiligen Instrumenten aufzunehmen. Finden nun alle Kurse in der Lazarettstraße statt? Nein, das wollen wir auch gar nicht. Kurse gibt es zusätzlich in etwa 20 Bildungseinrichtungen im ganzen Kreis, wie in der Kita Eußerthal Früherziehung, eine Ukulele-AG in Annweiler, oder in Edenkoben eine Trommelgruppe, in Herxheim eine Streicherklasse – und bald einen Babymusik-Kurs in Annweiler. Wir wollen vorhandene Kooperationen vertiefen oder neu anschieben. Da liegt mir und meinem Team sehr viel daran. Wir wollen präsent sein und den Kindern die Möglichkeit geben, sich mit der Musik und den Instrumenten auseinanderzusetzen. Was für neue Ziele wollen sie umsetzen? Ich habe eine bestens geführte Kreismusikschule übernommen. Meine Vorgängerin, Frau Cornelia Hoffmann, hat hervorragende Arbeit geleistet. Neu wäre nun unter anderem, Jazz-Ensembles zu starten, das ist ein großer Wunsch von mir. Und ist auch einer der Hauptgründe, dass ich mich bei der Kreismusikschule in Landau beworben habe. Die Herausforderung sehe ich im Mitgestalten und der Teamorganisation. Sechs Kollegen sind in der Zeit neu hinzugekommen und dadurch hat sich das Repertoire ausgeweitet. Wo waren sie vorher engagiert? Nach dem Abitur studierte ich zuerst in Landau. Danach in Saarbrücken an der Musikhochschule Jazz- und Popularmusik mit Klavier im Hauptfach. Ich eröffnete nach dem Studium eine private Musikschule, aber nach einiger Zeit merkte ich, mir fehlen Kollegen, mit denen ich mich austauschen kann. In den neuen Räumen hier ist zum Beispiel die Kaffeemaschine ein idealer Treffpunkt. Da sind mittlerweile richtige Projekte entstanden. Es macht einfach Spaß. Bald wird es eine besondere Kooperation geben. Darauf freue ich mich. Wie sieht diese Kooperation aus? Es ist eine Big-Band-Gründung geplant mit einer Kooperation in Form einer organisatorischen Unterstützung durch Peter Kusenbach. Wir sind im Moment noch am Ausarbeiten der Details. Am 10. und 12. Februar nächsten Jahres gibt es die ersten Probephasen im Raum des Kreisjugendorchesters in der Realschule plus in Annweiler. Unterrichten sie noch privat? Ja, ich gebe Klavierunterricht. Neben dem vielen Organisieren nehme ich mir die Zeit, Stunden zu geben. Ich habe mich sehr gut eingelebt und bin beeindruckt von den Leistungen meiner Kollegen. | interview: vera allmann-stübinger