Kommentar
Begrüntes Parkhaus: Stadt muss Widerspruch auflösen
Das Parkhaus der Landauer Werkgemeinschaft sieht ordentlich aus, soweit man dies anhand von Architekturzeichnungen beurteilen kann. Es bleiben aber Fragen offen. Beispielsweise die, ob bei einem Medizinischen Versorgungszentrum sieben behindertengerechte Parkplätze reichen.
Interessant zu wissen wäre aber auch, ob das Parkhaus über Nacht von Anliegern genutzt werden kann. Wenn man der Bürgerinitiative Alte Südstadt glaubt, wird es in Kürze im Quartier durch den weiteren Ausbau von Straßen mitsamt Baumpflanzungen an Parkplätzen fehlen. Wenn man nach der Stadt geht, ist dies nicht der Fall. Zur allgemeinen Beruhigung täte sie dennoch gut daran, diese Frage, einschließlich der entstehenden Nutzungskosten, zu klären. Auch wenn das Parkhaus am Rand der Südstadt liegt, könnte es zur Entspannung beitragen.
Einen enormen Widerspruch gibt es jedoch an anderer Stelle: Das Bauamt hält eine Fassadenbegrünung am Parkhaus für besser als fünf große Bäume, doch die zum Bauamt gehörende Abteilung Mobilität will beim geplanten Ausbau der Glacisstraße bisher nichts wissen von Rankpflanzen an Gerüsten anstelle von Straßenbäumen, die viel (Park-)Platz in Anspruch nehmen. Der Eindruck, dass die Verwaltung bei so wichtigen Themen und bei Investoren und Bürgern mit zweierlei Maß misst, ist fatal.
