Edenkoben Begleitend zum Mahnmal: Hinweisschild am Rathaus eingeweiht

Das Hinweisschild gehört zum 2008 errichteten Mahnmal und wurde an der Südseite des Rathauses angebracht.
Das Hinweisschild gehört zum 2008 errichteten Mahnmal und wurde an der Südseite des Rathauses angebracht.

Die Stadt Edenkoben hat am Ludwigsplatz ein Hinweisschild beim Mahnmal an der Südseite des Rathauses eingeweiht. Es erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus.

Die Gedenktafel am Rathaus legt den Fokus nach Angaben der Verwaltung insbesondere auf die Ereignisse der Reichspogromnacht am 9. November 1938 sowie auf die Deportation jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Edenkoben am 22. Oktober 1940. Es ist als Ergänzung des von der Künstlerin Helga Sauvageot gestalteten Mahnmals zu verstehen, das 2008 auf Initiative des Stadtrats errichtet wurde.

Das neu angebrachte Hinweisschild soll Passantinnen und Passanten die historische Bedeutung des Ortes näherbringen und verdeutlichen, dass auch Bürgerinnen und Bürger Edenkobens vom nationalsozialistischen Regime deportiert, ermordet oder in den Tod getrieben wurden.

Gedenken und Mahnung zugleich

In seiner Ansprache vor dem Rathaus erinnerte Stadtbürgermeister Daniel Poth (FWG) an die Verantwortung, die Erinnerung wachzuhalten und aus der Geschichte zu lernen: „Das Mahnmal und das neue Hinweisschild mahnen uns, niemals zu vergessen, wohin Ausgrenzung, Hass und Menschenverachtung führen können.“ Poth dankte den Mitgliedern des Stadtrats Norbert Lingenfelder, Alois Wintergerst, Ralph Holzapfel. Helmut Schwehm und Heinz Vogelgesang, die für die Gestaltung des Schildes und die Umsetzung des Projekts verantwortlich zeichnen.

Nach der Einweihung gab es einen Umtrunk im Edenkobener Museum für Weinbau und Stadtgeschichte. Dort berichteten Herbert Hartkopf als Zeitzeuge und später auch Norbert Lingenfelder über die dunklen Kapitel dieser Zeit des Nationalsozialismus und veranschaulichten die Schicksale einiger betroffener Familien.

Zum Abschluss des Gedenktages lud der Heimatbund Edenkoben in die Ausstellung „Gurs“ ein, die sich mit dem Schicksal der deportierten pfälzischen Jüdinnen und Juden im Internierungslager Gurs in Südfrankreich beschäftigt.

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