Landau RHEINPFALZ Plus Artikel Begegnungen und Biodiversität fördern

Mithilfe der Projektfördermittel soll es möglich werden, halböffentliche Grünflächen im Horst durch aktive Nutzung oder ökologis
Mithilfe der Projektfördermittel soll es möglich werden, halböffentliche Grünflächen im Horst durch aktive Nutzung oder ökologische Verwilderung aufzuwerten.

Landau bewirbt sich für das EU-Projekt „LivableCities“. Bei diesem geht es darum, bebaute urbane Lebensräume lebenswerter und nachhaltiger zu machen.

Landau soll grüner, nachhaltiger und damit lebenswerter werden. Aus diesem Grund hat der Stadtrat jüngst die Bewerbung für das interregionale Projekt „LivableCities“ beschlossen. Dabei handelt es sich um ein EU-gefördertes Forschungsprojekt unter anderem mit der RPTU Kaiserslautern-Landau, das sich mit der Verbesserung der Lebensqualität in Städten befasst. Landau wird der RPTU bei dem Projekt als Partnerstadt dienen. Ziel ist es, dicht bebaute urbane Lebensräume durch sogenannte blau-grüne Infrastrukturen lebenswerter und nachhaltiger zu gestalten. Dabei sollen ökologische, soziale und stadtklimatische Vorteile erzielt werden. Bei einer erfolgreichen Bewerbung erhalten die RPTU und die Stadt Landau entsprechende Förderungen.

Zwei Anliegen im Fokus

Mit dem Projekt könnten bisher zurückgestellte Maßnahmen durch Förderungen umgesetzt werden, so Bürgermeister Lukas Hartmann. Erstens sollen laut ihm Anwohnerstraßen im Horst durch sogenannte Parklets, also temporäre Aufenthaltsbereiche, zu Begegnungsräumen umgestaltet werden. So sollen Nachbarschaftsbeziehungen gestärkt, soziale Vereinsamung verringert und die Verkehrssicherheit verbessert werden. Zweitens sollen die halböffentlichen Grünflächen im Horst, die nur etwa drei Prozent der Flächen ausmachen, durch aktive Nutzung oder ökologische Verwilderung aufgewertet werden. Ziel dabei ist es, die Biodiversität zu fördern, soziale Treffpunkte zu schaffen und die Flächen nachhaltiger zu gestalten. Die Gesamtkosten für beide Maßnahmen belaufen sich auf rund 225.000 Euro, wobei die Stadt mit einem Eigenanteil von 90.000 Euro bei einer Förderquote von 60 Prozent rechnen kann.

x