Landau
Bar und Kiosk „Dösen“ ergänzt gastronomisches Angebot im Südpark
Um der steigenden Nachfrage im Lokal Suppe mag Brot nachkommen zu können, wollten Andreas Becker und sein langjähriger Mitarbeiter Jörn Weisenberger einen Teil der Gerichte in einer externen Küche zubereiten. Fündig wurden sie leider nicht. Aus der Idee eines Kiosks auf dem Landesgartenschaugelände wurde auch nichts. Die Planungen verliefen im Sande. Und doch haben sie beide Ziele und noch viel mehr durch eine Neueröffnung erreicht.
Unter dem originellen Namen „Dösen“ haben Becker und Weisenberger ein neues Lokal in der Stadt eröffnet, in dem sie als gleichberechtigte Geschäftsführer fungieren. Mit ihrem gastronomischen Angebot wollen sie den hauptsächlich aus Wohngebäuden bestehenden Südpark bereichern. Ein Projekt, was sie eigentlich schon vor zwei Jahren realisieren wollten.
Eröffnung mehrmals verschoben
Verzögerte sich das Projekt am Anfang wegen der Corona-Welle, die im Frühjahr 2020 auch nach Deutschland überschwappte, führten später unter anderem Materialmangel und personelle Engpässe dazu, dass die Eröffnung mehrmals verschoben wurde. Doch das sei rückblickend nicht weiter schlimm, sagt Weisenberger. Parallel zu den Planungen des neuen Geschäfts wurde ja Suppe mag Brot in der Friedrich-Ebert-Straße betrieben. „Wir haben die Zeit zudem dafür genutzt, um uns personell gut aufzustellen und an dem Konzept zu feilen.“
Ihre Ideen haben sie nun auf einer rund 100 Quadratmeter Fläche verwirklicht, welche den Unternehmern von der Immobilienverwaltung für gastronomische Zwecke angeboten wurde. Der Laden, in das sie eine gute sechsstellige Summe investierten, befindet sich in einem Klinkerbau, der im Obergeschoss unter anderem Wohnungen für ältere Menschen und Büroflächen beherbergt. Zusammengerechnet bis zu 100 Gäste finden im Innenraum und auf der Terrasse des Bistros beziehungsweise Kiosks einen Platz.
Salate, Sandwiches und Frühstücksvariationen
Einen Schwerpunkt auf der Speisekarte bildet das Frühstück, das mal pikant-würzig, mal klassisch mit Marmelade und Croissant oder alternativ mit Tortilla und heiß-gerösteten Tomaten auf Zitronenjoghurt serviert wird. Bowls wahlweise mit Bulgur, Reis oder Kartoffeln, Salate und Sandwiches, deren Zubereitung an der gläsernen Theke beobachtet werden kann, komplettieren das Essensangebot, das sich im Stile eines Kiosks auch zum Mitnehmen eignet.
Damit hebt sich das neue Lokal allein schon kulinarisch von dem Angebot in Suppe mag Brot ab, was auch das erklärte Ziel von Weisenberger und Becker war. Und doch werden am neuen Standort in der Fritz-Siegel-Straße zumindest im Hintergrund Suppen vorbereitet, um die Arbeitsabläufe zu optimieren. Der Grund: Die Küche in Suppe mag Brot sei nicht groß genug, um die Vielzahl an Gerichten dort zubereiten zu können. Dadurch, dass beide Geschäfte nur einen Katzensprung voneinander entfernt liegen, können die Speisen ganz schnell von dem einen Standort zum anderen transportiert werden. In der Friedrich-Ebert-Straße werden die Salate und Aufstriche hergerichtet.
Catering-Angebot erweitert
Apropos Transport: Weisenberger und Becker haben sich zudem durch ein größeres Catering-Angebot ein weiteres Standbein geschaffen. Durch den Kauf eines Foodtrucks sind sie nun besser aufgestellt, um für private Anlässe wie Geburtstags- oder Firmenfeiern oder Hochzeiten gebucht werden zu können. Bis zu 100 Gäste könnten sie mit ihren Kreationen versorgen.
In „Dösen“, das bis auf Mittwoch werktags von 9 bis 19 Uhr und am Wochenende von 10 bis 16 Uhr geöffnet hat, haben Weisenberger und Becker zudem Platz für regionale Produkte geschaffen. Besucher können dort beispielsweise Nudeln und Kaffee erwerben, in Kürze soll es auch Käse geben. Das Angebot könne dann je nach Nachfrage aufgestockt oder ergänzt werden, sagt Weisenberger. Denkbar sei es zudem, zu einem späteren Zeitpunkt zu kulturellen Veranstaltungen einzuladen.