Landau RHEINPFALZ Plus Artikel Bäume müssen trotz Baumschutzsatzung weg

Die Bäume hatten teilweise mehr als 90 Zentimeter Stammumfang.
Die Bäume hatten teilweise mehr als 90 Zentimeter Stammumfang.

In der nördlichen Horstschanze zwischen dem Fiat-Autohaus und der großen Freifläche, auf der Lidl Anfang 2019 kurzzeitig ein Verkaufszelt aufgestellt hatte, sind etwa fünf Bäume plus Gebüsch gerodet worden.

Darauf hat ein RHEINPFALZ-Leser hingewiesen. Er will wissen, was es mit dieser Aktion auf sich hat. Die Stadtverwaltung Landau bestätigt die Tatsache und kennt auch den Grund. Die Bäume, darunter Platanen, seien wegen eines privaten Bauvorhabens gefällt worden. Die Fällung sei von der Verwaltung naturschutzrechtlich genehmigt worden, weil die Planungen es nach Prüfung durch Umwelt- und Bauamt nicht anders zugelassen hätten.

Ersatzpflanzungen angeordnet

Nach Angaben der Verwaltung soll dort ein „technisches Dienstleistungszentrum“ mit Lagerhalle und Büros errichtet werden. Auf dem östlich angrenzenden Grundstück hat die Post kürzlich ihren neuen Zustellstützpunkt in Betrieb genommen.

Die Fällung wurde auch nicht dadurch unmöglich, dass vier der Bäume unter den Schutz der erst vor gut einem Jahr in Kraft getretenen Baumschutzsatzung der Stadt fallen. Diese schützt Bäume, die Bäume mit einem Stammumfang von mindestens 90 Zentimetern, mehrstämmig ausgebildete Bäume, wenn wenigstens ein Stamm einen Umfang von mindestens 60 cm aufweist, und Bäume mit einem Stammumfang von mindestens 60 Zentimetern, wenn sie in einer Gruppe von mindestens fünf Bäumen dicht beisammen stehen. Die Stadt hat als Ausgleich für den Eingriff fünf Ersatzpflanzungen vorgeschrieben.

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