Insheim RHEINPFALZ Plus Artikel Autobahnamt untersucht das Magnetfeld der Insheimer Brücke

Autos bleiben stehen, Herzschrittmachen könnten aussetzen: Verschiedene Behörden versuchen nun herauszufinden, was die Ursache f
Autos bleiben stehen, Herzschrittmachen könnten aussetzen: Verschiedene Behörden versuchen nun herauszufinden, was die Ursache für das Magnetfeld an der Insheimer Brücke ist.

Auf der Insheimer Autobahnbrücke spielt die Technik von so manchem Auto oder E-Bike verrückt. Seit 2013 sind dem ADAC Störmeldungen bekannt. Grund hierfür ist ein mysteriöses Magnetfeld, das von der Brücke ausgeht. Die Behörden nehmen das Problem mittlerweile ernst.

Das Problem mit dem Magnetfeld an der Insheimer Brücke über die A65 ist schnell erklärt: Manche Fahrzeuge bleiben liegen – und es ist theoretisch möglich, dass durch den Magnetismus auch Herzschrittmacher gestört werden. Das berichtete die RHEINPFALZ mehrfach.

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Zumindest fühlt sich jetzt eine Behörde zuständig für die Insheimer Brücke.
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Nun gibt es neue Entwicklungen: Die Bundesnetzagentur und die Autobahn GmbH des Bundes untersuchen gemeinsam den Grund für das Magnetfeld. Auch die Politik beginnt sich, des Themas anzunehmen: Bundestagsabgeordneter Thomas Hitschler aus Hainfeld und der rheinland-pfälzische Minister für Transformation und Digitalisierung, Alexander Schweitzer aus Bad Bergzabern (beide SPD), setzen sich für die Aufklärung des Magnetfeldes ein.

Verschiedene Niederlassungen und Stellen, beispielsweise die Bauwerksprüfung, der Autobahn GmbH haben sich die Brücke vor Kurzem angesehen, berichtet Sprecherin Petra Henschel. „Im Zuge dieses Termins konnten keine Auffälligkeiten festgestellt werden, die die Brückenkonstruktion als Ursache der Magnetfelder oberhalb der Brücke auf der Fahrbahn in Höhe der Widerlager erklären würden.“ Die Konstruktion scheide also als Verursacher erstmal aus.

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Nach dem Bericht der RHEINPFALZ über das Magnetfeld auf dieser Autobahnbrücke bei Insheim haben sich viele Südpfälzer gemeldet.
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Genauer kann es die seit dem 1. Januar zuständige Autobahn GmbH jedoch nicht sagen. Denn weitergehende Messungen seien wegen mangelnder technischer Möglichkeiten nicht drin, sagt die Sprecherin. Immerhin: Die Existenz des Magnetfelds wird auch von der neuen Bundes-GmbH bestätigt. „Durch die bisherigen durchgeführten Untersuchungen konnte lediglich festgestellt werden, dass die Magnetfelder bestehen, Ergebnisse von weitergehenden Untersuchungen müssen abgewartet werden.“

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Das Magnetfeld an der Brücke ist rund 50-mal stärker als das natürliche Erdmagnetfeld.
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Bundesnetzagentur übernimmt Messungen

Die Autobahn GmbH Niederlassung Südwest hat nun Kontakt mit der Bundesnetzagentur (BNA) aufgenommen, um die Untersuchungsergebnisse aus dem gemeinsamen Ortstermin zu besprechen. Diese hat bessere Ausrüstung, um solchen Magnetfeldern auf die Schliche zu kommen, und wird die weiteren Messungen übernehmen. Vereinbart haben die beiden Bundesinstitutionen, wie man weiter vorgehen will, um die Ursache des Problems zu finden. „Die Autobahn GmbH Niederlassung Südwest wird sich mit Personal, also mit Bauwerksprüfern und gegebenenfalls mit einem eventuell notwendigen Hubsteiger sowie der Verkehrssicherung einbringen.“ Der Termin für die Messungen wurde mit der Bundesnetzagentur geplant. Über die Ergebnisse werde die RHEINPFALZ informiert.

Bevölkerung hat Recht auf Sicherheit

Hitschler sowie Schweitzer (beide SPD), möchten der Sache schnell auf den Grund gehen. „Es geht darum, Risiken und Gefährdungen für Bürgerinnen und Bürger auszuschließen“, sagen die Sozialdemokraten. Sie sind sich einig, dass die Bevölkerung ein Recht auf rasche Gewissheit und Sicherheit habe.

In einem gemeinsamen Schreiben haben sich die beiden Politiker an die rheinland-pfälzische Verkehrsministerin Daniela Schmitt (FDP) gewandt – mit der Bitte um Unterstützung bei der Bearbeitung der jetzt anstehenden Prüfschritte. „Es ist uns sehr wichtig, dass die Autobahnbrücke bei Insheim möglichst bald wieder ohne Bedenken verkehrssicher überquert werden kann“, so Hitschler und Schweitzer.

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