Landau / SÜW
Aus der Rheuma-Liga droht
Seit 40 Jahren helfen die Aktiven der Rheuma-Liga in der Region um Landau Menschen, die an einer Erkrankung aus dem großen Spektrum „Rheuma“ leiden. Zum einen durch persönliche Beratungen, zum anderen durch die Organisation von speziellen Übungsgruppen für ein krankheitsspezifisches Funktionstraining. Dabei werden Betroffene im warmen Wasser des Landauer Freizeitbades La Ola, in Pfarrheimen und Sporthallen vieler Gemeinden oder auch in Physiotherapie-Praxen angeleitet, durch leichte Übungen die kranken Gelenke beweglich zu halten.
Die Liga braucht Ehrenamtliche ...
Dieses Funktionstraining ist eine anerkannte ergänzende Leistung zur Rehabilitation und kann vom Arzt verordnet werden. Wer keine Verordnung hat, kann als Selbstzahler an den Kursen teilnehmen und von den Angeboten profitieren. In der 400 Mitglieder zählenden örtlichen Arbeitsgemeinschaft der deutschen Rheuma-Liga nehmen derzeit rund 200 von einer rheumatischen Erkrankung betroffenen Menschen in einem solchen Funktionstraining die Möglichkeit wahr, beweglich zu bleiben und ihre Schmerzen zu lindern.
Für diese Kurse braucht es engagierte Ehrenamtliche an der Spitze, die sich zum Beispiel um geeignete Räumlichkeiten bemühen und die Verträge mit Therapeuten abschließen. Jedes Funktionstraining braucht einen Gruppensprecher, der sich um die Belange der Teilnehmer kümmert, Unterschriften einsammelt und Verordnungen weiterleitet.
... doch die Liga findet niemanden
Im zweiten Quartal dieses Jahres steht für die Arbeitsgemeinschaft Landau-Edenkoben eine Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahlen an. Die derzeit Aktiven stehen aus Zeit- und Altersgründen nicht mehr zur Verfügung oder treten kürzer, kündigen sie gegenüber der RHEINPFALZ an. Weil aus den eigenen Reihen bisher keine Rückmeldung kam, wenden sich Karl Schäfer und Juliane Ebersoldt nun an die Öffentlichkeit. „Was wir brauchen sind Ehrenamtliche für die Koordination, Buchhaltung, Schriftführung und Abrechnung der Funktionstrainings“, sagt Karl Schäfer und versichert: „Sowohl das derzeitige Vorstandsteam als auch die Geschäftsstelle des Landesverbandes werden die neuen Aktiven begleiten und einarbeiten. Es gibt Schulungen und Seminare, und Auslagen für Ehrenamtliche werden ersetzt.“ Juliane Ebersoldt richtet sich mit dem Appell an mögliche Interessenten: „Der Einsatz für die Gemeinschaft kann chronisch kranke Menschen aus der Isolation holen, ihnen neues Selbstvertrauen schenken und Freundschaften schaffen.“
Kontakt
Karl Schäfer, Telefon 06349 7438, E-Mail: karl.schaefer@vodafone.de.