Landau RHEINPFALZ Plus Artikel Arzheim: Bäume sollen kommen, Kotbeutel nicht

Knackpunkt: Wer leert die Behälter? Foto: Iversen
Knackpunkt: Wer leert die Behälter?

Der Arzheimer Ortsbeirat hat eine Spätschicht eingelegt: In zwei Stunden und fünfzehn Minuten diskutierte der Arzheimer Ortsbeirat zwölf Themen im öffentlichen Teil seiner Sitzung. „So lange war in den letzten Jahren keine Sitzung mehr“, stellte Ortsvorsteher Klaus Kißel (SPD) am Ende fest. Beschlossen wurde nicht viel.

Die FWG beantragte, entlang der aufgelassenen Kreisstraße zwischen Arzheim und Ranschbach Bäume zu pflanzen, eine Arbeitsgemeinschaft zur besseren Überprüfung der Feldwege zu gründen und aktuelle Informationen zum Baugebiet Am Bittenweg. Die Grünen wollten unter anderem an vier Standorten Hundekotbehälter aufstellen und ein örtliches Gremium schaffen, dass die Dorfsanierung vorantreibt.

„Warum nur Bäume zwischen Arzheim und Ranschbach pflanzen?“ wollte Jürgen Mathäß (Grüne) wissen, nachdem Wolfgang Klein (FWG) den Antrag begründet hatte. Tanja Perozzi (Grune) schlug vor, auch die Dorfstraße zwischen Schule und Dorfende einzubeziehen. Dieser Vorschlag wurde dann Teil der Prioritätenliste für den Haushalt 2020.

Feldwegeausschuss zurückgestellt

Der Antrag zur Bildung eines Feldwegeausschusses wurde zurückgestellt, weil noch Informationen der Verwaltung fehlten und die Informationen zum aktuellen Stand des Neubaugebietes wird Schwerpunktthema der nächsten Ortsbeiratssitzung sein. Kißel kündigte an, den für die Stadtentwicklung zuständigen Abteilungsleiter Roland Schneider einzuladen.

EWL nicht zuständig

Zum Antrag der Grünen berichtete Kißel, dass der Ortsbeirat mehrfach über die Einführung von Hundekotbehälter diskutiert habe. Bisher konnte die Frage, wer die Behälter leert, nicht beantwortet werden. Denn die Arzheimer zahlen – anders als die Bewohner der Innenstadt oder von Queichheim – keine Straßenreinigungsgebühren. Somit ist die Leerung auch keine Aufgabe der Landauer Entsorgungsbetriebe (EWL). Da sich keine Lösung fand, zogen die Grünen ihren Antrag zurück.

Der Antrag, ein örtliches Gremium einzurichten, dass die Dorfsanierung vorantreibt, wurde auf Vorschlag von Kißel in die nicht-öffentliche Sitzung verschoben.

x