Landau RHEINPFALZ Plus Artikel Anwohner wollen andere Zufahrt zu Radbrücke

Die Rampe der neuen Brücke soll kurz hinter der vorhandenen Queichbrücke beginnen. Bewohner der Häuser rechts am Queichufer shla
Die Rampe der neuen Brücke soll kurz hinter der vorhandenen Queichbrücke beginnen. Bewohner der Häuser rechts am Queichufer shlagen vor, die Zufahrt zwischen die Reihenhäuser links im Bild zu legen.

Anlieger am Queichufer haben Vorbehalte gegen die Radler- und Fußgängerbrücke über Maximilianstraße und Bahngleise in Richtung des Schulzentrums in der Schneiderstraße.

Der Beigeordnete Lukas Hartmann trifft sich mit ihnen am Mittwoch, 3. August, um 16 Uhr am Startpunkt der geplanten Querung.

Die Anwohner begrüßen eine schnelle und sichere Verbindung in die östlichen Stadtteile, haben aber die Befürchtung, dass der Platz am Queichufer mit 3,80 Meter Breite nicht ausreicht, um Fußgänger und gegenläufigen Radverkehr gefahrlos aufzunehmen. Schon jetzt komme es gelegentlich zu gefährlichen Situationen beim Verlassen der Häuser. Konkret seien Familien mit kleinen Kindern, Senioren und Sehbehinderte gefährdet. Bei bis zu 1500 Radlern pro Tag werde sich die Situation unweigerlich verschärfen.

Zufahrt zwischen Reihenhäusern?

Die Anlieger schlagen daher eine andere Brückenzufahrt vor: durch die Heinrich-Heine-Straße, zwischen den dortigen Reihenhäusern mit den Hausnummern 12 bis 22 hindurch. Dann müsste der Radweg nicht über die Queichpromenade geführt werden, sondern „völlig gefahrlos“ durch die Schlachthofstraße, über den Heinrich-Heine-Platz, durch die Heinrich-Heine-Straße und dann über den Fußweg, der Industriestraße und Queichpromenade verbindet. Weil dieser Weg höher liegt, wären für die als Stahlkonstruktion geplante Brücke weniger Stützen nötig, und die Baukosten könnten gesenkt werden. Allerdings müssten Radler dann mehrfach im rechten Winkel abbiegen. Das wiederum sehen die Anlieger als Vorteil, weil es „eine Beschleunigungsstrecke abwärts von der Brückenrampe“ verhindern würde.

Hartmann ist von diesen Vorschlägen wenig angetan. Dass die Queichpromenade von Anfang an für Fußgänger und Radler geplant war und breit genug ist, hatte er schon bei einem Ortstermin im Januar ausgeführt. Einbauten zum Schutz der Hauseingänge angrenzender Gebäude hält er für sinnvoll, beispielsweise punktuelle Grünflächen oder Fahrradabstellmöglichkeiten. Dies würde auf Kosten der Stadt umgesetzt.

Alternativroute zu gefährlich

Von einer neuen Zufahrt zur Brücke hält die Verwaltung nichts, weil sie wegen „zahlreicher Ecken und Umwege keine attraktive und sichere Alternative“ darstellen würde und unübersichtlich wäre. Außerdem würde es dann zu anderen Konflikten kommen, beispielsweise mit Autofahrern, Besuchern der Stadtbibliothek und Parkverkehr.

Die Stadt plant die Brücke als direkte Verbindung zu den Schulen in der Schneiderstraße, in den Horst und nach Queichheim. Dort leben 9000 Menschen, 1800 Kinder und Jugendliche besuchen IGS und ESG. Auch das Freizeitbad La Ola liegt im Osten.

Korrekturhinweis

In einer früheren Version dieses Textes war ein falscher Termin für das Treffen Hartmanns mit den Anwohnern angegeben. Wir haben den Termin korrigiert.

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