Landau Ab in die Nationalmannschaft

Nach dem Landessieg hat Sarah Rohr nun auch in Weinheim den Bundessieg im Bäckerhandwerk geholt.
Nach dem Landessieg hat Sarah Rohr nun auch in Weinheim den Bundessieg im Bäckerhandwerk geholt.

«VENNINGEN.»Deutschlands beste Bäckerin wohnt in Venningen, ist 21 Jahre alt und heißt Sarah-Benita Rohr (wir berichteten). In der vergangenen Woche holte sie bei der Deutschen Meisterschaft der Bäckerjugend in Weinheim den ersten Platz. Die junge Frau hatte bei De Bäcker Becker in Edenkoben gelernt und hat gerade ihre zweite Ausbildung, zur Konditorin, in der Bio-Konditorei Löwenzahn in Gommersheim begonnen.

Herzlichen Glückwunsch zum Sieg. Haben Sie damit gerechnet, als Deutsche Meisterin aus Weinheim zurückzukehren?

Der Titel fühlt sich mehr als surreal an. Ich habe auf einen Platz auf dem Treppchen gehofft, aber dass es direkt der erste Platz wird, hat mich mehr als überrascht. Zum Wettbewerb: Wie lief dieser ab? Was war Ihre Aufgabenstellung? Der Samstag startete mit Begrüßung und Kennenlernen. Am Sonntag folgten die Vorbereitungen: In vier Stunden konnten wir unser Schaustück machen, Füllungen vorbereiten und mehr. Am Montag war dann der fünfstündige Backtag mit abschließendem Galaabend, ehe am Dienstag die Produktschau mit Preisverleihung folgte. Die Aufgabenstellung war wie schon beim Landesentscheid, nur mit weniger Zeit, unter dem großen Thema Universum. Aus sechs Kilogramm Mehl galt es, Weizenbrötchen und Partygebilde, zwei Kilogramm Plunder, das Schaustück und eine Torte herzustellen. Und hat alles geklappt? Ich habe mich mit meinen Mitstreitern richtig elend gefühlt, vor lauter Aufregung, um dann danach nur umso erleichterter zu sein. Die Jury konnte ich selbst gar nicht richtig nach ihrer Bewertung fragen. Ich weiß nur, dass die Jurymitglieder meine Arbeitsweise für gut befanden, von meinem Teamwork begeistert waren (Anmerkung der Redaktion: Sarah Rohr half Kollegen mit Teig und Plunderverzierung aus) und meine Produkte für sich gesprochen haben. Haben Sie Kontakte zu Mitstreitern knüpfen können? In der Tat. Wir haben vor, auch noch länger in Kontakt zu bleiben. Wir haben uns alle erstaunlich gut und direkt auf Anhieb verstanden. Nun sind Sie zurück im Alltag. Sie werden zur Konditorin ausgebildet. Aber es geht auch in großen Schritten Richtung Bäckerei-Weltmeisterschaft? Was wird Sie hier erwarten? Als erstes ein Training mit der bisherigen Nationalmannschaft. Die Besten dürfen dann weiter zur Europameisterschaft und zur Weltmeisterschaft. Ich bin unglaublich aufgeregt und freue mich sowohl über die Ausbildungszeit als auch über die Möglichkeit, mich weiterzuentwickeln. | Interview: Ivonne Trauth

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