Landau 356 Kilometer in fünf Stunden

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Premiere am Wochenende für die DJK Segelfluggemeinschaft Landau: Valery Lesaffre ist das erste Mitglied des französischen Partnervereins Association Sportive Velivole Soissonnaise, dem das Kunststück gelang, aus dem Ort nahe Paris mit seinem Segelflieger in einem Rutsch nach Landau zu fliegen.

Er ist schon ein wenig stolz, der 45-jährige Franzose, der in Soissons, 80 Kilometer nordöstlich von Paris, gestartet war. „Eigentlich wollte ich erst einmal schauen“, erzählt er vom Anfang seiner französisch-deutschen Reise. Denn die Flugbedingungen in seiner Heimat seien beim Start nicht so ideal gewesen. „Ich bin dann erst einmal in Richtung Osten geflogen auf einer Höhe von rund 1500 Metern“, erzählt Lesaffre. Erst als er kurz vor der Grenze 2100 Meter erreicht hatte, habe er an einen Weiterflug in Richtung Osten geglaubt. „Man braucht schon eine gewisse Höhe, um den Pfälzerwald zu überqueren“, weiß der Sportsegler. Und spätestens als er über der Westpfalz die richtigen Wolkenstrukturen und hervorragende Wetterbedingungen vorgefunden habe, sei die Entscheidung gefallen, seinen Segelflieger gen Landau zu richten. „Es ist nicht so einfach, denn in den Bergen kann man schließlich nicht landen. Und auch auf den Kilometern danach liegen ja erst einmal nur Weinberge, in denen eine Notlandung ebenfalls nicht möglich ist“, stellt Lesaffre fest. Nach etwas über fünf Stunden und 365 Kilometern setzte der 45-Jährige seinen Segelflieger wieder auf festen Boden. Begrüßt wurde er auf dem Landauer Ebenberg von Hermann Heil. Der ehemalige Vorsitzende der DJK Segelfluggemeinschaft Landau setzt sich seit Jahren für die Partnerschaft mit den französischen Freunden in Soissons ein. Selbst war Heil das Flugkunststück in entgegengesetzter Richtung 1992 gelungen. Er war jedoch nicht der erste Landauer, der auf französischem Boden seinen Segelflieger landete: Vereinskamerad Manfred Spiller gebührt die Ehre, der erste DJK-Flieger zu sein. Er flog 1974 die Strecke von Landau nach Soissons in einem Stück. Nach einer Übernachtung ging es für Lesaffre am Montag wieder zurück nach Frankreich. Diesmal allerdings im Auto, der Segelflieger vom Typ Pegase befand sich derweil zerlegt im langen Anhänger. „Wir freuen uns immer, wenn wir etwas gemeinsam mit den französischen Freunden unternehmen können“, stellt Heil fest. Es gebe noch einen regen Austausch mit Soissons, auch wenn der dortige Verein ein wenig Nachwuchssorgen habe. Der jüngste französisch-deutsche Flug dürfte möglicherweise in dem einen oder anderen Luftfahrer wieder den Pioniergeist geweckt haben. (jmr)

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