Landau Ärzteversorgung: CDU warnt vor baldigem Notstand

Die CDU-Landtagsabgeordnete Christine Schneider sorgt sich um die ärztlichen Versorgung in Landau und im Landkreis Südliche Weinstraße. Anlass dafür ist die Altersstruktur der niedergelassenen Mediziner.
Noch sei die ärztliche Versorgung durch Hausärzte und fast alle Fachärzte gut, doch Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) legten nahe, dass sich das schon bald ändern könnte, so Schneider. Eine Ausnahme bilde der Bereich Bad Bergzabern, wo bereits ein Hausarztsitz unbesetzt sei. Laut Zahlen der KV liegt das Durchschnittsalter der niedergelassenen Ärzte (einschließlich Kinderärzte und Psychotherapeuten) bei 55 Jahren. Mehr als 35 Prozent (in absoluten Zahlen: 37) der Mediziner in Landau und fast 37 Prozent (40 in absoluten Zahlen) an der Südlichen Weinstraße seien sogar schon 60 Jahre und älter und somit nur noch wenige Jahre vom Ruhestand entfernt. Konkret: Bis 2020 werden 20 Hausärzte (61 Prozent der jetzigen Ärzteschaft, 32 Fachärzte (55 Prozent) und 15 Psychotherapeuten (81 Prozent) benötigt. „Wie sieht es mit der Haus- und fachärztlichen Versorgung dann in einigen Jahren aus?“, fragt sich Schneider und fordert Bund, Land, Kassenärztliche Vereinigung, Ärzte und Kommunen dazu auf, Lösungen zu suchen. So könne schon eine gute Infrastruktur vor Ort bereits einer der Anreize für Ärzte sein, um sich im ländlichen Raum niederzulassen. (boe)