Landau Ärztehaus an den Gleisen
Landau soll ein neues Gesundheitszentrum im Südosten der Stadt bekommen. Der Hauptausschuss gab dem Konzept des Medizinischen Versorgungszentrums Südpfalz Landau am Dienstagabend seinen Segen. Zunächst sind die beiden Baufelder am Ende der Paul-von-Denis-Straße bis Ende Februar reserviert, dann soll das Konzept stehen.
Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) ist eine Anlaufstelle für sämtliche Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates mit den Fachgebieten Orthopädie, Neurochirurgie, Physikalische-Rehabilitative Medizin, Schmerztherapie und Rheumatologie. Neuester Zugang war im Februar die Fachärztin für innere Medizin mit dem Schwerpunkt Rheumatologie, Jasmin Gilly. Die Praxis in der Waffenstraße in Landau platzt aus allen Nähten. Vier Ärzte kümmern sich dort um Patienten. Weitere Standorte hat das MVZ in Herxheim und in Edenkoben. Geschäftsführer und ärztlicher Leiter ist der Landauer Orthopäde Alexander Schopp. Er schmiedet schon Pläne für den Neubau. 3000 Quadratmeter sollen dem Verbund dann zur Verfügung stehen – in einem sechsstöckigen Gebäude mit Anbau. Schopp rechnet mit 500 Patienten täglich. Mit dem Zuschlag für die beiden Grundstücke am Rande des Wohnparks Am Ebenberg – insgesamt knapp 8000 Quadratmeter – hat das MVZ eine Perspektive. Nur so lasse sich ein weiteres Jahr Durststrecke aushalten. Die Pläne sind noch nicht bis ins Detail ausgereift. Als Investoren agieren jetzt das MVZ und die Sparkasse Südliche Weinstraße. Die Baufeld 18 GmbH von Andreas Zickler und den Architekten Peter und Jürgen Sebastian ist als Projektsteuerer mit im Boot, das Architekturbüro Werkgemeinschaft als Planer. MVZ & Co waren nicht die einzigen Bewerber für die Baufelder 39 und 40 an der Bahnlinie. Zum heißen Rennen um das beste Konzept hatte die Stadt zwei Teams in den nichtöffentlichen Teil der gemeinsamen Sitzung von Bau- und Hauptausschuss eingeladen. Auch der Landauer Investor Thorsten Holch und der aus Landau stammende Architekt Ansgar Lamott haben gemeinsam ein Konzept entwickelt. Auch sie gingen von einer medizinischen Nutzung der Gebäude aus. Zum ersten Mal entschied der Hauptausschuss am Ende eines langen Abends in geheimer Abstimmung, welcher der beiden Bewerber eine Option auf die Grundstücke bekommen soll. Laut Oberbürgermeister Thomas Hirsch sollte so ein faires Verfahren sichergestellt sein, bei dem jeder frei sei in seiner Entscheidung, ohne hinterher Diskussionen befürchten zu müssen.