Lokalsport Südpfalz Zweimal Feuerwerk
«BAD BERGZABERN.» Gut reagiert haben die Basketballer des TV Bad Bergzabern. Nach der 71:84-Niederlage beim VfL Bensheim gewannen sie am Samstag in der 2. Basketball-Regionalliga Südwest mit 82:61 (40:32) gegen TuS Makkabi Frankfurt und festigten ihre Position im oberen Tabellendrittel.
Der Rahmen passte in der kleinen Kreishalle, Bergzaberns neuer Heimspielstätte, wieder perfekt. Die TVB-Basketballer wurden getragen von einer großen Kulisse und der lautstarken Unterstützung seiner direkt am Spielfeldrand sitzenden oder stehenden TVB-Anhänger. Das Auftaktfeuerwerk war beeindruckend: Andrej Schmid tankte sich mit voller Wucht durch das Makkabi-Bollwerk, traf per Korbleger. Jan Wroblewski und Jeremy Black machten es ihm nur Sekunden später nach – 6:0! Mit drei Freiwurftreffern am Stück und einem Dreier erhöhte der überragende Schmid in der zweiten Minute auf 12:3 – ein Auftakt nach Maß nach nur 100 Sekunden. Doch so einfach ging es nicht weiter. Frankfurts „Multi-Kulti-Truppe“ mit starken Einzelkönnern und ehemaligen Zweitliga-Stars bot dem TVB noch im ersten Viertel die Stirn. Punkt um Punkt kämpften sich die Gäste heran. Nach acht Minuten stand es 14:13, kurz darauf führte das Team aus der Mainmetropole 16:15 und zu Beginn des zweiten Teilabschnitts sogar 23:19. Die TVB-Mannschaft um Trainer Florian Hatt ließ eine gute Struktur im Angriff vermissen. Stattdessen wählte sie überhastete Abschlüsse, meist gegen Behinderung aus weiter Entfernung. Frankfurt kam das entgegen, denn aus der Drei-Punkte-Distanz klappte in der ersten Hälfte nicht viel. Bei den Gästen lief es bis zur 15. Minute wie am Schnürchen. Mit den wechselweise unterm TVB-Korb kreierten Angriffsausstiegen und erfolgreichen Dreiern traf das abstiegsgefährdete TuS-Team Bergzabern am Nerv. Eine Schlüsselszene, der frühzeitige Knackpunkt des Spiels, Mitte des zweiten Viertels: Nach einem angeblich nicht geahndeten Foul kassiert Dubravko Prusina, bis dahin auffälligster Makkabi-Werfer, wegen Meckerns ein technisches Foul. Noch in der gleichen Szene handelt sich Frankfurts Spielmacher wegen Bedrängen und Beleidigung der Referees ein zweites „T“ ein, was die Disqualifikation und einen Hallenverweis zur Folge hat. Der TuS-Regisseur fehlte den Hessen, sie verloren die Klarheit in ihren Aktionen und auch Ruhe und Übersicht. Bergzabern nutzte Frankfurts Verwirrung aus und setzte sich bis zum Seitenwechsel auf acht Zähler Vorsprung ab. Die frühe Entscheidung erzielten die Hatt-Schützlinge im dritten Durchgang: Martin Langenfeld war immer wieder Ausgangsstation schneller, erfolgreicher Abschlüsse und traf auch selbst. Jetzt zeigte sich der Turnverein offensiv variabler, spielte oft den Pass in den korbnahen Bereich oder punktete nach Schnellangriffen. Durch die neue Vielfalt fand jetzt der TVB auch wieder die freien Positionen auf den Außenbahnen. Nach einer 14:4-Serie führten die Südpfälzer nach 26 Minuten mit 54:36. Diesen komfortablen Vorsprung hielten sie, ohne dabei zu glänzen, bis zum Schlusspfiff in einem sonst von beiden Seiten „wild“ und unstrukturiert geführten Match. „Das Spiel hatte verschiedene Phasen. Lange ging unser Plan, gezielt die Abschlüsse im brettnahen Bereich zu suchen, nicht auf“, gestand TVB-Coach Hatt ein. „In der Halbzeit sprachen wir die Fehler an und haben die Lehren daraus gezogen. Danach kamen wir mit schnellen Dribblings und schnellen Pässen besser in der gegnerischen Hälfte zum Zuge.“ So spielten sie TV Bad Bergzabern: Schmid (23 Punkte), Black (19), Wroblewski (14), Langenfeld (14), Laxa (6), Behrendt (4), Strepp (2), Bergmann, Schwalbach