Lokalsport Südpfalz Zwei Nachbarn im Pokal-Duell

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LUSTADT/LINGENFELD (rhp). Die Kirschenallee in Mechtersheim ist heute um 19 Uhr Austragungsort des Rhein-Mittelhaardt-Pokalendspiels zwischen dem FC Lustadt und der TSV Lingenfeld. Das Duell der Lokalrivalen mobilisiert viele Fans.

„Spiele gegen Lingenfeld haben immer einen ganz besonderen Stellenwert. Es ist schon eine permanente Rivalität vorhanden“, sagt FCL-Spielleiter Markus Hellmann. Sein Team konnte durch einen 2:1-Erfolg beim VfL Hainfeld die Tabellenführung in der A-Klasse Mitte auf vier Zähler vor den Lingenfeldern ausbauen. Deren 0:1-Heimniederlage gegen Berghausen war doppelt bitter. Spielertrainer Christopher Hock erlitt in der Schlussphase ohne gegnerische Einwirkung einen Kreuzbandriss und fällt lange aus. Sein Vorgänger Marco Lechnauer muss wegen eines Muskelfaserrisses passen. Torhüter Florian Falk steht nach einer Gesichtsverletzung wieder zur Verfügung. Beim 3:2-Krimi im Halbfinale bei Rot-Weiß Speyer wurde er von Ersatzkeeper Christoph Huck glänzend vertreten, Huck parierte einen Strafstoß. Falk ist ein echter „Loschder“, seine Eltern haben dort eine Bäckerei. Bis 2009 hütete er bei seinem Heimatverein das Tor, dann zog es ihn zum Nachbarverein. Der 30-Jährige ist Lehrer an einem Wormser Gymnasium und wohnt mittlerweile in Speyer. Mit den aktuellen FCL-Akteuren Steven Güttler, Johannes Hellmann und Michael Dambach wurde er in der Jugend gemeinsam ausgebildet. „Die Tagesform wird entscheiden. Die Finalpaarung ist gerecht, weil die konstantesten Teams aufeinandertreffen. Den Kampf um den Aufstieg habe ich aktuell ausgeblendet, zuerst müssen wir den Pokal erfolgreich abarbeiten“, meint Falk, der in Lingenfeld unumstritten die Nummer 1 ist. In Lustadt sieht das Trainerduo Michael Seitz/Dominik Glaser die beiden Keeper Florian Theobald und Alexander Lutz auf einem Leistungslevel. Beide bekommen ihre Chancen. Der 23-jährige Lutz hielt am Sonntag den Sieg fest. Er kam vor drei Jahren vom TSV Venningen/Fischlingen. Sein Kontrahent Florian Theobald (26) stand im Halbfinale zwischen den Pfosten. Er ist in Lustadt aufgewachsen und kam vor der Saison vom FC Rülzheim. Zuvor spielte er beim VfB Hochstadt und beim SV Roschbach. Er arbeitet „beim Daimler“ in der Entwicklung von Spezialfahrzeugen. Theobald wohnt in Herxheim, vor Kurzem ist Freundin Pia aus dem Münsterland zu ihm gezogen. Er sagt: „Es sind stets enge Spiele, wenn beide Teams aufeinandertreffen. Es ist ein Duell auf absoluter Augenhöhe.“ Der letzte Pokalsieg seiner Orange-Blauen datiert aus dem Jahr 2007, damals wurde der SV Schauernheim mit 3:0 besiegt. Lingenfeld spielt um den ersten Pokalerfolg in der 113-jährigen Vereinsgeschichte, im Vorjahr unterlagen die Rot-Weißen im Finale der TSG Deidesheim mit 1:2. – Schiedsrichter ist Thorsten Gerhard Braun (Maikammer). (Foto: Kunz)

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