Lokalsport Südpfalz Zur Sache: 101 Halbmarathon-Läufer im Ziel – Daniel Ripke stets in Führung
Am Ende ärgerte sich der Kaiserslauterer Michael Wiebelt: Er hatte in der ersten von drei Runden des Halbmarathons seinen Lauf zu kontrolliert begonnen. Am Ende kostete ihn das gestern in Offenbach wohl den Sieg. Und eine noch bessere Rekordzeit. An der Spitze nämlich lief der Ludwigshafener Daniel Ripke vom Start weg sein Tempo und setzte sich leicht von einem Verfolgertrio mit Wiebelt, dem Kandeler Michael Ohler und Tobias Roos (VLG Eisenbach) ab. Doch dann tat sich nicht mehr viel. Ripke hielt seinen Vorsprung nahezu konstant auf die Verfolger, die den Führenden nie aus den Augen verloren – aber eben auch nicht mehr näher an ihn herankamen. In der letzten Runde versuchte es Wiebelt mit einem Zwischensprint, löste sich von seinen beiden Mitstreitern, aber an Ripke kam er nicht mehr heran. „Ich kenne die Konkurrenz hier in der Region nicht so gut, daher habe ich zunächst nur auf mich geschaut. Nun ärgere ich mich etwas, weil ich am Ende ja auch wieder etwas näher gekommen bin“, sagte Wiebelt. Dennoch freute sich der 29-Jährige über rund vier Minuten, um die er seine bisherige Bestzeit gesteigert hat. „Die Strecke hier ist eine echte Bestzeitstrecke, die Bedingungen sind optimal“, verriet er. Der 36-jährige Ripke war von seinem Erfolg schlicht „überrascht. Ich wollte gar nicht auf eine Platzierung laufen, lief mein Tempo vom Start weg und merkte dann schnell, dass ich alleine war. Das war mir eigentlich gar nicht so recht, aber ich konnte dann sogar noch etwas zulegen und bis zum Ende vorne bleiben“. Schnellste Frau war Lisa Klumpp aus Kaiserslautern, die sich von ihrem Freund Christian Wernli ziehen ließ und keine Konkurrenz zu fürchten hatte: „Die ersten beiden Runden liefen heute richtig gut, am Ende bin ich aber etwas eingebrochen“, sagte die 28-jährige Qualitätsmanagerin des Westpfalz-Klinikums in Kaiserslautern. Klumpp führte den Einbruch nicht auf den einsetzenden Regen zurück: „Die Luft war richtig klar, der Regen nicht schlimm. Es war heute super, um zu laufen.“ Am Ende hatte sie knapp fünf Minuten Vorsprung auf die Tübingerin Nicole Schwindt. Immer wieder fiel der Verweis auf den Frankfurt-Marathon am 20. Oktober. Für Wiebelt war der Offenbacher Wettbewerb eine sehr gute Vorbereitung. Er bekam einen Tipp, an der Queich zu laufen. Insgesamt 112 Läufer traten gestern zum Halbmarathon an. 101 erreichten das Ziel.
