Lokalsport Südpfalz Trauth bleiben noch fünf Sekunden

Der Schnellste: Lokalmatador Patrick Zwicker.
Der Schnellste: Lokalmatador Patrick Zwicker.

«OFFENBACH.» So knapp war es wohl noch nie im Kampf um den Energie-Südwest-Cup und die damit verbundene Siegprämie von 250 Euro. Nur fünf Sekunden trennen den Gesamtsieger Oliver Trauth (TV Herxheim) vom Zweiten, Philipp Ullrich (TV Bad Bergzabern), der zum Abschluss gestern in Offenbach mit einer starken Vorstellung über zehn Kilometer überraschte.

Im Vorfeld hatten die meisten mit einem Zweikampf zwischen Trauth und André Zschaubitz (LG Rülzheim) gerechnet. Vom Start weg bildete sich eine Spitze um Lokalmatador Patrick Zwicker, Zschaubitz und Ullrich. Dicht dahinter, aber nicht mehr wirklich dran war nach zwei Kilometern Trauth. Nach der Hälfte der Distanz bekam Zschaubitz in der Spitze Probleme und musste die anderen ziehen lassen. Schlimmer aber für ihn mit Blick auf die Gesamtwertung: Trauth konnte schnell zu ihm aufschließen und ihn überholen. Ganz vorn setzte sich Zwicker nach etwa sechs Kilometern vom stark laufenden Ullrich ab. Der sagte später: „Zwicker ist einfach zu gut, da war nichts zu machen.“ Der Dierbacher gab an, von Zwickers Tempovorgabe profitiert zu haben, aber auch selbst schon einmal schneller unterwegs gewesen zu sein. Er hoffte, zumindest noch auf Platz zwei in der Cup-Wertung zu kommen, weil er vor allem Zschaubitz noch einmal mächtig Zeit abgenommen hatte. In der Addition der besten drei von fünf ausgerichteten Läufen schaffte es der Dierbacher tatsächlich noch, sich zumindest an Zschaubitz vorbeizuschieben. Nur fünf Sekunden fehlten zum ganz großen Wurf, um Trauth noch an der Spitze abzulösen. Das spielte für den ehemaligen Junioren-Europameister über 800 Meter, Patrick Zwicker, bei seinem Heimauftritt nach einer überstandenen Verletzung keine Rolle. Er freute sich über den Erfolg: „Ich wollte kontrolliert angehen und dann steigern, das habe ich auch gemacht und nach sechs Kilometern das Tempo ordentlich angezogen. Es war nicht das Maximum, aber ein guter Trainingsreiz. Kompliment an die anderen Jungs. Die haben auch alles gegeben.“ Trauth erklärte, dass er nach einer zweieinhalbwöchigen urlaubsbedingten Laufpause das Anfangstempo der Spitze nicht habe halten können. Er spürte im Ziel, dass es knapp werden würde: „Ich hoffe, es hat irgendwie gereicht.“ Das hat es. Bei den Frauen lief Aude Vollner ein einsames Rennen. Die aus der Region Hagenau stammende Französin hatte im Ziel einen Vorsprung von über zwei Minuten auf Johanna Jung (Haßloch), die sich aus einer Verfolgergruppe, zu der nach der Hälfte auch Verena Job (TV Offenbach) und Susanne Ullrich (TV Bad Bergzabern) zählten, absetzen konnte. In der Cup-Wertung siegte Jung klar vor Ullrich und Job. Über 5 km siegten Johannes Ullrich vom TV Bad Bergzabern (17:02 min) vor Florian Dietsch (SSC Landau/17:58) und Luisa Grießbaum /TV Herxheim/20:14) vor Janine Friedel (Herxheim/22:10). Stefan Werling vom TV Offenbach zog ein positives Fazit. Das neue Konzept mit den unterschiedlichen Startorten hatte funktioniert. Mit den gut 500 Startern sei er sehr zufrieden, auch wenn der Halbmarathon trotz eines leichten Zuwachses im Vergleich zum Vorjahr noch etwas mehr Starter vertragen würde: „Aber wenn die Läufer zwischen fünf Strecken auswählen können, dann verteilt es sich auch alles ein wenig.“ Werling freute sich über die Spannung im Zehn-Kilometer-Lauf: „Der Einlauf war schon überraschend. Schön, war dass Patrick Zwicker hier seinen ersten Lauf wieder gemacht hat – und den gleich mit einem Sieg beendet hatte. “

Aude Vollner lief in der Frauen-Konkurrenz davon.
Aude Vollner lief in der Frauen-Konkurrenz davon.
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