Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Vor Verbandsliga-Match gegen Gau-Odernheim fällt bei Jahn Zeiskam wichtige Entscheidung

Noch im Trikot von Oberligist TuS Mechtersheim: Jannik Immel (Mitte, in Blau), heute Trainer bei Jahn Zeiskam.
Noch im Trikot von Oberligist TuS Mechtersheim: Jannik Immel (Mitte, in Blau), heute Trainer bei Jahn Zeiskam.

Am Sonntag (15 Uhr) empfängt der TB Jahn Zeiskam in der Verbandsliga Südwest den Drittletzten TSV Gau-Odernheim. Nach nur einem Punkt aus den letzten drei Spielen will der Jahn in die Erfolgsspur zurückfinden. So oder so: Der Trainer bleibt an Bord.

„Es ist ja nicht so, dass wir vorgeführt wurden“, will Trainer Jannick Immel die Punkteausbeute der letzten Wochen nicht zu hoch hängen. Trotzdem hatte er an der knappen Niederlage bei Tabellenführer SC Idar-Oberstein noch zwei Tage zu knabbern: „Das war wirklich hart zu akzeptieren. Wir waren optisch klar besser, bekommen aus zwei Schüssen zwei Gegentore und brauchen vorne viel zu viele Chancen. Derzeit fehlt einfach der Killerinstinkt. Daran müssen wir weiter arbeiten.“ Die Grippewelle macht auch vor seiner Mannschaft nicht Halt, weshalb das Personal für Sonntag noch nicht feststehe.

Unterdessen wurde der Vertrag mit dem 29-jährigen Trainer vorzeitig um zwei Jahre bis Sommer 2026 verlängert. Die Führung um den sportlichen Leiter Manfred Weck, Vorstand Stefan Sinn und Teammanager Patrick Pfaff ließ verlauten: „Wir arbeiten eng zusammen und wollen so weiter machen.“

Vor der Partie hat Immel drei Fragen beantwortet, die Dennis Bachmann dem Fußballtrainer zu persönlichen Themen gestellt hat.

Herr Immel, Sie kamen erst im Sommer nach Zeiskam. Was gab den Ausschlag, nach wenigen Monaten schon um zwei Jahre zu verlängern?
Wir sind am Anfang unserer Entwicklung und ich sehe diese noch lange nicht am Ende. Hier ist ein ehrgeiziges Umfeld mit einem überragenden Funktionsteam um die Mannschaft. Ich sehe den Jahn als optimale Adresse für meine persönliche Entwicklung und kann mich dort voll entfalten.

Nach dem verletzungsbedingten Ende Ihrer Spielerlaufbahn waren Sie in Mechtersheim sportlicher Leiter und Cotrainer. Worin liegen die Anforderungen als Cheftrainer?
Ich habe mir erhofft, meine Mannschaft selbstständig gestalten und für meine Spielidee begeistern zu können. Das ist genauso eingetreten! Die Jungs wollen den Fußball verstehen, den sie spielen sollen.

Es gibt schon Herausforderungen, die man als Assistent nicht auf dem Schirm hat, wo man hauptsächlich für die Trainingsarbeit zuständig ist. Wie geht man mit Niederlagen um? Wie muss das eigene Spiel dem Gegner angepasst werden? Wie reagiert man auf Ausfälle? Wie gehe ich mit Spielern um, die nicht spielen? Die wollen schon wissen, warum das so ist, was ich mit Argumenten zu begründen versuche. Es bringt nichts zu sagen: „Komm Junge, hab Geduld, wird sicher bald wieder besser.“ Ich versuche einfach authentisch zu sein, wo mir der Lehrerberuf sicher entgegenkommt.

Stichwort Lehrer: Sie unterrichten in Bad Rappenau, wohnen in Altlußheim, sind Vater zweier kleiner Kinder. Wie verträgt sich das mit der Verbandsliga?
Es hat sich gut eingependelt. Natürlich erleichtert mir mein Beruf den Trainerjob, da ich außerhalb der Präsenzzeit an der Schule flexibel bin und ich meine Kids nachmittags zwei, drei Stunden um mich habe. Meine Familie steht voll hinter mir, weshalb der fußballfreie Tag am Wochenende komplett ihr gehört. isba

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