Lokalsport Südpfalz Voltigieren: Hannah Steverding mit Fehlern in Warendorf

Zeigte ungewohnte Schwächen: Hannah Steverding.
Zeigte ungewohnte Schwächen: Hannah Steverding.

Endlich wieder Turnier. Die beiden Südpfälzer Pferdeturnerinnen Hannah Steverding (Herxheim) und Chiara Congia (Offenbach) haben es genossen, sich nach monatelanger Corona-Zwangspause wieder im Wettkampf messen zu können. Für Steverding lief es allerdings nicht ganz nach Plan.

„Die Enttäuschung war da. Man ärgert sich, dass man es nicht so zeigen konnte, wie man es zu Hause macht“, sagte Sophie Kuhn. Die Trainerin und Longenführerin von Hannah Steverding sah im Zirkel drei „mit Fehlern behaftete“ Runden. Schon in der Pflicht am Samstag turnte die 22-Jährige ungewohnt unsauber. Das Technik-Programm später lief nicht rund, beim Abgang griff Steverding in den Sand. Und am Sonntagmorgen knirschte es auch in der Kür. „Das waren teure und böse Fehler, zum Teil bei Dingen, die Hannah aus dem Effeff kann“, bemerkte Kuhn.

Steverding landete im Feld der fünf Damen auf Rang fünf. Bevor in drei Wochen das zweite Qualifikationsturnier ansteht, wird im Training rangeklotzt. „Einlaufen, Programm machen, auslaufen“, umreißt sie den am Wettkampf orientierten Trainingsplan. „Wir müssen den Knopf finden und dahin kommen, das zu zeigen, was wir können“, ergänzte Kuhn.

Chiara Congia auf WM-Kurs

Nach 16 Monaten Pause wieder beim Turnier starten zu können, sei Motivation genug, um „Vollgas zu geben“. Der Abstand zur Konkurrenz um die drei WM-Tickets ist nicht allzu groß. „Ich guck positiv in die Zukunft. Wir hatten bisher immer am Anfang der Saison einen Testdurchlauf gebraucht, bis wir unsere Leistung auf den Punkt brachten“, sagte Sophie Kuhn.

Die Leistung auf den Punkt brachte die aus Offenbach stammende Chiara Congia mit ihrem Partner Justin van Gerven im Pas-de-Deux. Am Samstag im ersten Umlauf lagen sie vorne, am Sonntag in Durchgang zwei lagen sie knapp hinter Janika Derks und Johannes Kay (Neuss). Zwei deutsche Doppel werden für die WM in Ungarn Ende August nominiert.

„Das war ein sehr guter Start“, sagte die 23-Jährige, die für den Voltigierverein Köln-Dünnwald startet. „Es war nach so einer langen Zeit unser erstes Turnier, mit Highlight haben wir ein neues Pferd. Die Stute hat das so toll gemacht“, erzählte die Team-Welt- und Doppel-Europameisterin. Leistungsmäßig sei noch Luft nach oben. „Wir haben ein, zwei Überraschungen, die wir zeigen werden. An zwei Stellen gibt es Möglichkeiten, etwas umzubauen“, ergänzte sie mit Blick auf die Kür. „Wir sind mega zufrieden“, betonte die Psychologie-Studentin.

In Sachen WM-Start hat sie zwei Eisen im Feuer. Neben dem Pas-de-Deux will sie auch mit dem Kölner Team das WM-Ticket lösen.

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