Lokalsport Südpfalz
Volleyball: Dresdner SC steigt mit Camilla Weitzel in Play-offs ein
Camilla Weitzels erfolgreicher Schnellangriff ist der letzte Punkt des Dresdner SC in der Partie am Samstag gegen die Roten Raben Vilsbiburg. Mit dem 3:1-Erfolg sichert sich die Dresdner Mannschaft den ersten Platz zum Abschluss der Hauptrunde und damit die beste Ausgangsposition für die am Mittwoch beginnenden Play-offs. Die 20-jährige Volleyball-Nationalspielerin aus Offenbach blickt zurück und voraus.
„Wir hatten keinen einfachen Start in diesem Jahr – mit einer zweiwöchigen Quarantäne in der Vorbereitung und frühen 0:3-Niederlagen gegen Potsdam und Stuttgart. Als wir unseren Rhythmus aufgenommen haben, konnten wir Konstanz zeigen, haben alle Pflichtsiege geholt und auch Potsdam und Schwerin in der Rückrunde geschlagen“, bewertet Weitzel den bisherigen Saisonverlauf, in dem 17 Siege aus 20 Partien gelangen.
Alles auf null
Jetzt wird die Uhr wieder auf null gestellt. Erster Gegner im Play-off-Viertelfinale ist der Hauptrunden-Achte Ladies in Black Aachen. Zunächst steht das Auswärtsspiel an, am Samstag folgt das Heimspiel. Das eventuelle dritte Spiel wird nur einen Tag später ebenfalls wieder in Dresden stattfinden, aufgrund der Corona-Regularien ohne Zuschauer.
„Es ist schon eine besondere Situation, dass in einer Woche schon die Saison vorbei sein könnte. Und gerade an einem freien Tag denkt man da schon mal drüber nach. Aber natürlich wollen wir ins Halbfinale. Wir gehen es in kleinen Schritten an und denken bis Mittwoch. Das größere Bild sehen wir erst mal gar nicht,“ gibt die Mittelblockerin Einblick in die Herangehensweise. Sie ist dankbar, in Zeiten von Corona überhaupt spielen zu können.
Heimvorteil bei drittem Spiel
Weitzel sieht die Spitze der Liga mit Dresden, Stuttgart, Schwerin und Potsdam sehr dicht beisammen: „Eigentlich hat jeder gegen jeden an irgendeinem Punkt der Saison einmal gewonnen und das meistens auch noch 3:0. Von daher ist es egal, gegen wen es gehen wird, erst mal ist Aachen angesagt.“
Den durch den ersten Platz abgesicherten Heimvorteil in allen möglichen Entscheidungsspielen sieht sie als bedeutender an als die möglichen Gegner im Titelkampf. In einem möglichen Halbfinale würde der Gegner vermutlich SC Potsdam heißen.
Beeindruckende Bilanz
Weitzels statistische Bilanz in ihrem dritten kompletten Erstliga-Jahr beeindruckt. In der für ihre Position entscheidenden Kategorie „Blockpunkte“ liegt sie mit 48 Erfolgen auf Platz 2 (von 140 Spielerinnen) hinter der Potsdamerin Kelsey Veltman. Außerdem schafft sie es mit 22 direkten Aufschlagpunkten (Platz 3), 52,9 Prozent Angriffsquote (Platz 4) und 43 Prozent Angriffseffizienz (Platz 4) noch in drei weiteren Kategorien ins absolute Spitzenfeld der Liga. In vier Partien erhielt sie die MVP-Medaille: wertvollste Spielerin ihrer Mannschaft.