Lokalsport Südpfalz Unterirdisch

«GERMERSHEIM.» Ein Hauch von einer Überraschung lag in der Luft. Am Ende mussten sich Germersheims Oberliga-Volleyballer dem Fast-Meister VC Lahnstein mit 1:3 (25:19, 6:25, 22:25, 19:25) geschlagen geben. Da Abstiegskonkurrent TV Bliesen II 3:1 gewann, fiel das Germersheimer Team auf den letzten Tabellenplatz zurück.
startete motiviert, der erkrankte Dominik Betsch fieberte zu Hause per Live-Stream und Live-Ticker mit. Lahnstein zeigte sich von der Stärke der Gastgeber beeindruckt und leistete sich im ersten Satz ungewohnt viele Fehler. Die Mannen von Trainerin Karin Träber spielten konstant in der Defensive und nutzten immer wieder ihre Chancen am Netz. Manch einer in der Halle rieb sich nach dem deutlichen Satzgewinn verwundert die Augen. Was dann aber in Satz 2 folgte, war dem Leistungspotenzial des Teams nicht würdig. Mit einer Annahme, die den Namen nicht verdiente, präsentierte sich das Heimteam unterirdisch. So verwunderte es nicht, dass Lahnstein leichtes Spiel hatte und seine große Erfahrung ausspielen konnte. Aber nicht nur auf dem Feld wurden Fehler gemacht. So muss es sich Trainerin Träber ankreiden lassen, dass sie ihre Auszeiten viel zu spät nahm. Auch die Hereinnahme von Felix Kühner für den schwächelnden Simon Röhrich als Signal ans Team kam zu spät. Kühner zeigte, dass er in der Defensive große Stärken hat. Im dritten Satz wich Träber von ihrer Scheu vor frühen Wechseln und Auszeiten ab und brachte Kühner nach wenigen Punkten. Er sorgte mit guten Aufschlägen und einer guten Defensive für Punkte und hielt das Team zusammen mit Libero Kevin Peter wach. Einen bis 19:19 ausgeglichenen Satz entschied Lahnstein mit dem Vorstoß auf 19:22. Germersheim kam noch mal auf 21:22 heran, musste sich aber der Lahnsteiner Cleverness geschlagen geben. Im vierten Satz spielte Lahnstein nicht spektakulär, aber sehr clever und setzte sich über 2:6 und 7:16 vorentscheidend ab. Bei Germersheim (b)rannte nur noch Libero Kevin Peter voller Leidenschaft auf dem Feld. Am Ende konnte er die Niederlage nicht verhindern. Für das Team spricht, dass es danach sofort den Fokus auf die noch drei verbleibenden Spiele legte. „Es sind noch neun Punkte zu vergeben. Von unserem Potenzial her können wir Bad Salzig, Limbach und Mainz schlagen“, zeigte sich Kapitän Nicolay Peng kämpferisch.