Lokalsport Südpfalz Und danach „Pleiten, Pech und Pannen“

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KANDEL (kebe). Drei Niederlagen zum Rückrundenauftakt trüben die gute Hinrundenbilanz des VfR Kandel in seiner ersten Verbandsligasaison der Vereinsgeschichte. Nach der Vorrunde belegte der Aufsteiger den sechsten Rang. Nach null Punkten in den drei Rückrundenpartien sind die Grün-Weißen als Zehnter in der Winterpause.

„Die letzten Spiele waren von Pleiten, Pech und Pannen geprägt“, sagt Trainer Fritz Kern. Die Ursache: eine unheimliche Verletzungsserie. Zwischenzeitlich waren acht Spieler außer Gefecht. Oberligaerfahrene Stützen wie Kevin Apfel oder Christian Burgstahler fehlten viele Wochen, die Verletzung von Goalgetter Patrick Tolbert zog sich bis in den November. Höhepunkt der „Seuchenzeit“: die Partie beim FK Pirmasens II. Wegen Personalmangels abgesagt und dann nachgeholt, bildeten bei der neuerlichen Ansetzung Torhüter Julian Roth, Trainer Fritz Kern und Vorstand Edgar Keppel das Reservistentrio... Kern beschreibt eine Kettenreaktion: „Die vielen Ausfälle verhinderten einen professionellen Trainingsbetrieb. Die Mannschaft stellte sich jede Woche von alleine auf, Konkurrenzkampf fand nicht statt.“ Zum Rundenauftakt hatte der Aufsteiger aus dem Süden für Furore in der Verbandsliga gesorgt. Mit ansehnlichem Kurzpassfußball und konsequentem Spiel über die Außenbahnen wurden die SG Rieschweiler und Titelaspirant TDSV Mutterstadt zu Hause geschlagen. Bei den Auswärtssiegen in Neustadt und Rüssingen trat die Mannschaft mit der Effizienz und der Konzentration einer Spitzenmannschaft auf. Auf der Tribüne des Bienwaldstadions machte das Wort „Oberliga“ die Runde. Doch die Vereinsverantwortlichen traten energisch auf die Euphoriebremse und taten gut daran. „Wir müssen realistisch bleiben. Die momentanen Erfolge sind ein Punktepolster für schlechtere Tage, die noch kommen werden“, betonte Sportvorstand Karl Geiger Ende August. Damals belegte das Team Rang zwei. Insgesamt zeigt sich Geiger zufrieden, die angestrebten 26 Punkte wurden nur knapp verfehlt. Überwiegend positiv fällt die Bilanz der Neuzugänge aus. Topscorer Yasin Özcelik führt mit 13 Treffern – wie im Vorjahr – die Torschützenliste der Liga an. Marcel Adel bekommt nach und nach mehr Einsatzzeit und hat sich zu einer Alternative in der Innenverteidigung entwickelt. Maximilian Becker konnte indes studienbedingt die guten Trainingseindrücke noch nicht ganz umsetzen. Größere Fluktuationen im Kader sind zum Jahreswechsel nicht geplant. Trainer und Vereinsführung haben Vertrauen in das Stammpersonal, das den Klassenerhalt sichern soll. Sehnlichst zurückerwartet wird Felix Forstner. Er kehrt am Dienstag von seinem Auslandssemester in Irland zurück. Er stand nur in fünf Partien zur Verfügung, war eine tragende Säule des guten Saisonauftakts. Lars Reddmann wird aus Übersee heimkehren, Christian Burgstahler und Patrick Tolbert sollten wieder fit sein. Die Blessuren von Marc Staiger (Meniskusriss) und Kevin Apfel (Haarriss) könnten länger dauern. Vom SV Hatzenbühl zurückgekehrt ist Kevin Dienes, seit acht Wochen trainert er mit. Kern sagt: „Wir wissen alle, welches Potenzial in ihm steckt. Entscheidend ist die Reaktion seines Körpers auf die Vorbereitung.“ Diese beginnt am 30. Januar und wird laut Kern hart und intensiv. Auf die Hallenserie wird angesichts des großen Lazaretts verzichtet. Neben mehreren Testspielen gegen Landesligisten steht eine Partie gegen Oberligist TuS Mechtersheim auf der Agenda. Die Gespräche für die kommende Runde mit Trainerteam und Spielern beginnen in Kürze, der Großteil des Stammpersonals soll weiter an den Verein gebunden werden. „Für den Sommer möchten wir uns punktuell mit jungen Spielern aus der Region verstärken, die zu uns passen“, nennt Geiger die Prämisse der mittelfristigen Planung.

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