handball-pfalzliga
TV Wörth beginnt am Samstag
Eigentlich spielt Handball-Pfalzligist TV Wörth sonntags. Erster Gegner ist der TV Offenbach II – am Samstag um 18 Uhr in der Bienwaldhalle. „Ausgerechnet wieder gegen Offenbach“, meint Peter Geiger. Er hat keine guten Erinnerungen an die vergangene Saison. Er hatte die Mannschaft von Frank Schindler übernommen, der nach vier Jahren aufhörte. Wörth verlor am zweiten Spieltag zu Hause gegen den Aufsteiger mit 22:28 nach einer indiskutablen Leistung. Das sollte zugleich das Saisonende sein. Die Runde wurde wegen Corona abgebrochen.
„Jetzt hatten wir eine schwierige, durchwachsene Vorbereitung – corona- und urlaubsbedingt. Ab Juli versuchten wir, dreimal pro Woche zu trainieren, ab September noch zweimal. Wir absolvierten mehrere Trainingsspiele mit unterschiedlichen Ergebnissen. Ich musste aber leider auch drei Begegnungen wegen Spielermangels absagen – also keine optimale Vorbereitung“, sagt Geiger.
13 Feldspieler und drei Torhüter
Der 56-Jährige arbeitet seit über 30 Jahren bei der BASF. Er geht mit 16 Spielern – dabei drei Torleute, die Markus Großmann fit macht – in die Saison. Verzichten muss er auf Nicolas Kazek, Johannes Neumann und Marc Leukert, die beruflich- oder studienbedingt nicht mehr trainieren können. Mittelmann Darius Zolk will nur noch aushelfen, wenn es sein muss. „Das sind schon Verluste“, bedauert Geiger. In der Mitte spielt nun Jonas Karcher, der in der zweiten Mannschaft gespielt hatte. Rechtsaußen ist der frisch vermählte Philipp Wesper. Geiger will „auf keinen Fall etwas mit dem Abstieg zu tun haben“.
Die HSG Landau/Land beginnt in Albersweiler gegen die HSG TSG/FC Kaiserslautern (Sonntag, 18 Uhr). Aufgeregt? „Eher freudig“, sagt Lukas Gerstle. Der 26-jährige Architekt löst Trainer Joachim Held, seinen Schwager, ab. Spielertrainer zu sein, sei „schon eine andere Hausnummer“, sagt Gerstle. Damit er das Projekt wuppen kann, hat er einen Mann auf der Bank, der ihn coachte, als er in der Jugend spielte: Christian Kopp ist Cotrainer. „Wir sind auf einem Nenner, der Austausch klappt“, meint Gerstle. „Am Ende muss ich dafür geradestehen.“
Ausrufezeichen statt Fragezeichen
Er will erste und zweite Mannschaft verzahnen. Vorteil: Zwölf Mann seien der geringste Trainingsbesuch gewesen, sonst seien es 20 Leute. Zwölf Spieler zählt Gerstle zu seinem Stamm, dazu rechnet er zwei Plätze, die rotieren.
Das Fragezeichen, das zwischendurch zu stellen war, hat sich nach seiner Einschätzung in ein positives Ausrufezeichen verwandelt. Fünf Spieler sind ausgeschieden. Sechs Spieler sind neu dabei.
Bei Alexander Weber, Alexander Güllicher und Christoph Pfaffmann habe das Ausscheiden berufliche Gründe. Pfaffmann, der promoviere, spiele in der zweiten Mannschaft in der A-Klasse. Markus Badinger und Jochen Storck habe die lange Pause wegen Corona vom Spielen abgebracht.
Philipp Käflein sofort Cokapitän
Die Neuzugänge: Von Philipp Käflein vom TV Dahn ist Gerstle angetan. Menschlich habe es sofort gestimmt, Käflein sei direkt Cokapitän geworden. Matthias Schmitz und Lawrence Hauck wurden vorher als Spieler der zweiten Mannschaft geführt. In ihr spielte auch Christoph Wörner, der wieder da ist. Jan Schnabel kam vom TV Offenbach, Lukas Graf kommt aus der A-Jugend. Es sind sogar sieben Neuzugänge, wenn man Torhüter Felix Schilling aus Speyer dazunimmt. Er ist 2020 von der HSG Lingenfeld/Schwegenheim gekommen.
Die SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam hat am Samstag um 19 Uhr in Waldsee ihr erstes Spiel. Aufsteiger TSV Kandel läuft am Samstag um 20 Uhr bei der HSG Mutterstadt/Ruchheim auf, die am ersten Spieltag vom TV Offenbach II kalt erwischt wurde. Offenbach gewann mit 24:19.