Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TV Offenbach hat Dusel: Knapper Sieg gegen Dansenberg

Alexey Wetz vom TuS Dansenberg bedrängt den ballführenden Offenbacher Niklas Klein. Links Lukas Klein, rechts Felix Kästel.
Alexey Wetz vom TuS Dansenberg bedrängt den ballführenden Offenbacher Niklas Klein. Links Lukas Klein, rechts Felix Kästel.

„Die Schiedsrichter haben am Ende das Spiel für Offenbach entschieden“, sagt Sebastian Wächter, der Trainer des TuS KL-Dansenberg II. Die Westpfälzer bestimmen das Oberliga-Topspiel lange Zeit, gewinnen aber nicht. „Das war mega glücklich“, gibt TVO-Trainer Michael Übel nach dem 32:30 zu.

59 Minuten lang ist am Sonntagabend in der Offenbacher Queichtalhalle der TuS KL-Dansenberg II die bessere Mannschaft. Ab der 56. Minute gelingt ihr aber kein Tor, Offenbach trifft viermal in Serie. 32:30 (13:14) endet das Topspiel der Handball-Oberliga. Ein Sieg des TVO, der eigentlich keiner hätte sein dürfen – und beide Trainer zunächst sprachlos machte.

„Das war mega glücklich“, wagte sich TVO-Trainer Michael Übel an einen Erklärungsversuch. „Dass wir so ein Spiel gewinnen, in dem für uns nicht zusammenläuft...“ Sowohl im Angriff als auch in der Abwehr hätte viel gefehlt. Auch den „grundsätzlichen Einsatz und Willen, ein Tor erzielen zu wollen“, habe er vermisst, vor allem in der ersten Hälfte.

Treffer von allen Positionen

Die begann für den TVO überhaupt nicht nach Plan. Nach nicht einmal sieben Minuten nahm Übel die erste Auszeit, beim Stand von 1:4 aus TVO-Sicht musste er reagieren. Seine Mannschaft kassierte Treffer von allen Positionen, selbst im Angriff, zog TuS-Keeper Markus Seitz dem TVO den Zahn. Er zeigte früh in der Partie schon vier Paraden und hielt einen Siebenmeter gegen Lukas Klein (13.). Beim 8:10 (22.) war der TVO erstmals in Schlagdistanz, bis zum 13:14-Pausenstand verhinderte Florian Pfaffmann im TVO-Tor Schlimmeres.

„In der zweiten Halbzeit wurden wir dann sicherer mit unseren Würfen“, so Übel. Er stellte sein Team nach einem Vier-Tore-Rückstand und einer erneut frühen Auszeit (16:20, 38.) um: Felix Kästel kam für die Mitte, Sebastian Mohra für den rechten Rückraum. Mittelmann Lukas Klein ging eins weiter nach links und wurde von Maximilian Staats flankiert. Pfaffmann machte zudem für Felix Müller Platz. Einzig Rechtsaußen Tino Gläßgen und Kreisspieler Fabian Graap blieben auf ihren Positionen.

Mehr Tiefe im TVO-Angriff

„Wir haben mehr Tiefe im Angriff gebraucht, deshalb habe ich starke Eins-gegen-eins-Spieler gebracht“, erklärte Übel seine Umstellungen. Die Idee fruchtete: Kästel traf selbst viermal und zog zwei Siebenmeter. Linksaußen Staats zeigte sich treffsicher und glich zum 27:27 (53.) aus.

Nach einer erneuten Gäste-Führung kam Feuer in die Partie. Dansenberg musste gegen Offenbachs offensive Deckung jedoch Angriff um Angriff torlos beenden: Foulspiele wurden nicht gepfiffen, Bälle vertändelt oder zu lange gehalten. Gäste-Trainer Sebastian Wächter und seine Bank echauffierten sich lautstark. Es sah die Gelbe Karte und wie der TVO in der 59. Minute durch Graap zu einer ersten Führung des Spiels traf. Nach einer Parade gegen Kästel landete dann ein Seitz-Konter in den Armen von Gläßgen, der TVO setzte zum Gegenangriff an und bekam unter erneut lautem Dansenberger Protest einen Siebenmeter – das entscheidende 32:30 (Daum, 60.).

Wächter: „Schiris nicht oberligatauglich“

„Die Schiedsrichter haben am Ende das Spiel für Offenbach entschieden, das war nicht oberligatauglich“, kommentierte Wächter. Er könne seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, über 60 Minuten sei man das bessere Team gewesen. Eine Aussage, die selbst TVO-Coach Übel so unterschreiben dürfte.

So spielten sie

TV Offenbach: Pfaffmann (Müller ab 38.) – Niklas Klein (1), Lukas Klein (6/1), Philipp Mohra – Gläßgen (3), Kunz (6/2) – Graap (5) – Sebastian Mohra (1), Daum (2/1), Kästel (4), Staats (4), Metz, Fuchs

TuS KL-Dansenberg II: Seitz (Haubeil bei 7 m) - Schulze (2), Wetz (7), Marco Holstein (7) – Tobias Wächter, Timo Holstein (7/1) – Jung (6) – Theuer, Simgen, Willger (1), Dettinger, Hofmann

Spielfilm: 1:4 (7.), 8:10, 13:14 (HZ), 14:17, 18:23 (44.), 27:27 (53.), 32:30 (Ende) - Zeitstrafen: 0:3 - Siebenmeter: 6/4 – 1/1 – Beste Spieler: Lukas Klein, Kästel, Staats – Marco Holstein, Timo Holstein, Wetz – Zuschauer: 170 – Schiedsrichter: Hehn/Höger (Ludwigshafen/Haßloch)

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