Leichtathletik
TV Hatzenbühl richtet Extremcross aus
Weder das regnerische Wetter der ganzen letzten Woche, noch die ungemütlichen Wetteraussichten für den Samstagnachmittag schreckten die Teilnehmer der „Härtesten Meile der Pfalz“ ab. Zum 15. Mal veranstaltete der TV Hatzenbühl diesen Extremcross und durfte sich auch heuer einer ungebrochenen Beliebtheit dieser Veranstaltung erfreuen.
Die schnellsten Wassertreter und Schlammrobber waren Florian Brückcom (Team Ehphialtes) und Natascha Hartl (LG Rülzheim). Punkt 13 Uhr wurde der erste von vier Durchläufen der Erwachsene gestartet. Mit dabei die fünfmalige Siegerin Natascha Hartl und Sebastian Koch (LT Olympia Ramstein). Nach der ersten von zwei zulaufenden Runden über je 900 Meter hatte sich Koch schon deutlich vom Rest des Feldes abgesetzt.
Koch gewann in Hatzenbühl bereits 2016 einmal und strebte einem weiteren Sieg entgegen. Mit 10:05 Minuten setzte er ein erstes Ausrufezeichen. Im Rücken von Koch arbeitete sich Natascha Hartl durch das Feld immer weiter nach vorne und beendete mit 10:55 Minuten als Zweite diesen Durchgang. Ihre Zeit konnte von keiner Konkurrentin mehr unterboten werden.
Hartl gut im Rennen
Für die 37-jährige Sport- und Sozialtherapeutin aus Kaiserslautern, die schon mehrere Jahre im Trikot der LG Rülzheim unterwegs ist, war es der sechste Triumph und damit krönte sie sich zur unumstrittenen „Meile-Königin“. „Ich bekam diese Woche von meiner Ärztin das Okay, nachdem ich mich mit einer Erkältung herumgeplagt habe,“ so Hartl, die auch beim Wasgau Cup gut im Rennen liegt und dort ihren Vorjahreserfolg noch wiederholen kann.
Auf die Ränge zwei und drei kamen mit der A-Jugendlichen Jule Rieder (TV Herxheim/12:34 min.) und Antje Langer (Generation Athletics/12:41 min.) zwei Sportlerinnen, die aus unterschiedlichen Lagern kommen. Während Rieder Leichtathletik und Gardetanz betreibt, steht für Langer das Outdoor-Training im Vordergrund.
Klare Sieger sahen auch die Läufe zwei und drei. Erstmals in der Pfalz am Start war Jonas Wolter (TSG Heidelberg). „Ursprünglich komme ich aus Hamburg, wohne aber jetzt in Stuttgart und durch meine Freundin, die aus der Pfalz kommt, hörte ich von dieser Veranstaltung und dachte mir: Probiere es aus“, so der Langstreckler, dessen Zeit von 10:20 Minuten zum vierten Gesamtrang reichte.
Vom Team Ali Baba überraschte Ludwig Klöfft (Hagenbach). Seine 10:44 Minuten vom dritten Lauf reichten zum sechsten Platz. Die Entscheidung um den Sieg bahnte sich im letzten Lauf an. Mit Florian Brückcom, der sich 2019 in die Siegerliste eintrug und dem Neuling Philipp Nunnenmann waren potentielle Sieger am Start.
Der am Streckenrand ausharrende Sebastian Koch wurde leicht nervös. „Die beiden könne sich gegenseitig gut puschen, ich glaube ich melde mich noch einmal an“, so der 38-jährige Maschinenbau-Ingenieur aus Kaiserslautern. Gesagt - Getan. Mit dem Startschuss setzte sich Nunnenmann (TV Herxheim) an die Spitze und sprang als erster in den gutgefüllten Erlenbach.
Wieder Brückcom
Nach der ersten Runde lautete die Reihenfolge: Nunnenmann vor Brückcom und Koch. Die Entscheidung fiel am vorletzten Hindernis, einem mit Autoreifen beladenen landwirtschaftlichen Anhänger. Brückcom zog an Nunnenmann und verteidigte seine Führung bis ins Ziel. Beide ließen sich im Ziel erschöpft zu Boden sinken.
Während Brückcom nach 9:35 Minuten seinen zweiten Sieg feierte, haderte Nunnenmann. „Ich habe die Wasserpassagen unterschätzt. Die haben viel Kraft gekostet“, so der Herxheimer Mittelstreckler, sechs Sekunden lag Brückcom vor ihm. Der in Hördt wohnende und in Worms tätige Pädagoge Brückcom, der gerne an besonderen Herausforderungen teilnimmt, ließ sich von seiner Familie, die zahlreich anwesend war, feiern.
Während der Läufe kamen doch etliche Windböen auf, die aber zum Glück keine Schäden anrichteten. Die anwesenden Sanitäter des Roten Kreuzes, hatten einen ruhigen Nachmittag. Ein paar leichte Schrammen und leichte Kreislaufprobleme einer jungen Starterin konnten vor Ort versorgt werden.