Basketball RHEINPFALZ Plus Artikel TV Bad Bergzabern hat den Gegner fest im Griff

Wer erzielt den 100. Punkt?
Wer erzielt den 100. Punkt?

Das Schlusslicht aus Saarbrücken ist für den TV Bad Bergzabern in der 2. Regionalliga kein Prüfstein. Spannend wird es am Ende dennoch. Und geht für einen Spieler ins Geld. Ein anderer freut sich derweil über robuste Motivation.

Nach zwei Niederlagen wieder ein Sieg in der 2. Basketball-Regionalliga: Der TV Bad Bergzabern gewann mühelos 103:72 (46:33) gegen das bereits abgestiegene Schlusslicht BBV Saarbrücken. Mit zweimal 23 Punkten sowie 38 und 29 Treffern nach dem Seitenwechsel zeigten die TVB-Cracks in den vier Viertelzeiten offensiv eine durchweg gute Vorstellung – mit hohem Tempo und viel Zug zum gegnerischen Korb. Und auch mit einer hohen Chancenverwertung.

„Die Niederlagen gegen Langen und in Kronberg nervten, weil mehr drin war. Deshalb wollten wir mit allen Mitteln heute eine gute Leistung zeigen. Und wir hatten Saarbrücken von Anfang im Griff“, sagte Martin Langenfeld. „103 Punkte – da kann man offensiv nicht meckern und kaum etwas besser machen. Bei 72 Gegentreffern wäre das schon etwas besser gegangen.“ Doch bei einem fast durchweg deutlichen Spielstand von plus 20 Zählern seien da immer mal etwas lockere Phasen normal. Da fehle manchmal die letzte Konsequenz in den Zweikämpfen und der Verteidigung, meinte der TVB-Kapitän. „Wichtig war aber, dass wir Spaß am Spielen hatten, die ganze Zeit hohes Tempo gingen und unseren Fans etwas boten“, erzählte Langenfeld kurz nach Abpfiff – schon im Kreise seiner Kinder und bei seiner Mutter, die extra zum Spiel nach Bad Bergzabern gekommen war. „Wir werden die Saison auf keinen Fall abhaken und wollen jedes Spiel gewinnen. Schließlich steht auch noch die Pokalendrunde ins Haus.“

Kostspieliger Treffer

Unbemerkt von den Zuschauern ging es spannend auf der TVB-Bank zu gegen Ende der Partie, als der 100. Treffer in mehreren Angriffen einfach nicht fallen wollte. Philipp Behrendt klärte auf: „Das ist nicht immer der beliebteste Moment in einem Spiel. Denn bei uns, so ist das Team-Gesetz, muss der Schütze des 100. Punktes einen Kasten Bier bezahlen.“ Ob es erklärt, dass gleich mehrere TVB-Jungs in aussichtsreicher Position nochmals einen Pass spielten, als selbst auf den Korb zu werfen? Behrendt hatte keine Ahnung, wusste aber dafür aber ganz sicher, dass dieses Mal Hans Illgen „die nächste Team-Runde schmeißen muss“. „Hans markierte an der Freiwurflinie den 100. Punkt. Die Runde geht auf ihn“, freute sich Bergzaberns Zwei-Meter-Mann.

Im gleichen Moment zeigte sich Behrendt fokussiert: „Platz vier ist unser Minimalziel. Das sind wir unseren tollen Fans schuldig. Außerdem steht das Top-Four-Finale nach der Meisterschaftsrunde an. Wir feierten die letzten zwei Jahre den Landespokalsieg. Ich will den Cup zum dritten Mal in Folge gewinnen!“

Blacks laute Ansagen

Hans Illgen traf an der Freiwurflinie alle seine vier Versuche in den letzten beiden Minuten und setzte mit seiner 100-Prozent-Ausbeute einen schönen Schlusspunkt hinter ein kurzweiliges Basketballmatch mit vielen Korbaktionen. „Eigentlich gab’s bei diesem Spiel nicht viel zu kritisieren. Doch Jeremy Black sah das anders. Er legte immer wieder den Finger in die Wunde und zeigte uns, was wir besser machen können“, kommentierte Behrendt mit verschmitztem Lächeln die vielen lauten Ansagen des TVB-Spielertrainers während des Spiels. „Jeremy ist ein Trainer, der mehr kritisiert als er lobt. Aber das ist gut so. Das brauchen wir als Team. Vor allem ich brauche immer einen Arschtritt, um noch ein Stückchen besser zu werden!“

So spielte der TVB

Black (18 Punkte), Langenfeld (17), Behrendt (16), Schmid (14), Wroblewski (13), Bergmann (12), Tübel (6), Illgen (4), Adam (3), Kretschmer.

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