Basketball
TV Bad Bergzabern bleibt im letzten Viertel auf der Strecke
Kleiner Kader, maximales Handicap. Und dennoch großartige Leistung, gut 30 Minuten lang: Das Rumpfteam des TV Bad Bergzabern hatte Topteam TuS Makkabi Frankfurt am Rande einer Niederlage, führte die meiste Zeit.
65:77 (42:31) aus Sicht der Südpfälzer endete die Jahresauftaktpartie in der 2. Basketball-Regionalliga. Die Einheimischen mussten auf ihre Zwei-Meter-Männer Jeremy Black (verletzt) und Philipp Behrendt (Urlaub) und damit entscheidende Argumente unter den Körben gegen die physisch starken Hessen sowie zu allem Überfluss noch in der zweiten Halbzeit nach Oberschenkel-Verletzung auf Spielmacher Martin Langenfeld verzichten. Dennoch spielten sie groß auf. Intensiv in der Verteidigung, schnell im Umschaltspiel und effizient im Angriff. Die Fans waren begeistert, der Favorit aus der Mainmetropole beeindruckt. 26:20 gewann der TVB das erste Viertel. Auch den zweiten Abschnitt entschied das „toughe“ TVB-Team für sich. Mit starkem Kollektiv – die Gefahr im Angriff ging von jedem einzelnen Spieler und von jeder Position aus.
15-Punkte-Führung
Den Neun-Punkte-Pausen-Vorsprung bauten die großartig kämpfenden TVB-Cracks im dritten Durchgang aus. 48:36, 51:38, 56:42 und sogar 59:44 – kurz vor Ende der letzten Viertelpause sah bei der sensationellen 15-Punkte-Führung alles nach dem großen Überraschungscoup aus. Doch die Kraftreserven reichten nicht, die große Willensleistung über die komplette Spielzeit aufs Parkett zu bringen. Auch trugen in der hektischen Schlussphase die Entscheidungen der klare ohne Linie pfeifenden Schiedsrichter dazu bei, dass der TVB vom guten Weg abkam.
„Gegen uns selbst gespielt“
„Wir spielten lange richtig stark. Am Ende waren wir müde, frustriert und spielten die letzten sieben Minuten gegen uns selbst“, zeigte sich der aufgewühlte Andrej Schmid nach wildem Match abgeklärt. „Wir ließen uns anstecken von den Schiedsrichterentscheidungen, diskutierten und meckerten zu viel. Genau in dieser Phase versenkte Makkabi zwei Dreier und bekam Oberwasser. Wir sind von unserer guten Linie abgekommen. So nahm das Übel seinen Lauf.“
Der TVB-Distanzschütze sprach die Aufholjagd der Gäste an, die in den letzten zwölf Minuten einen 33:6-Lauf gegen die erschöpften Südpfälzer schafften. Zauderte 30 Minuten lang das in den Zweikämpfen nicht zimperliche Makkabi-Team mit den Referees, so sahen die Kurstadt-Korbjäger sich in der Crunchtime benachteiligt. Fakt ist: Die Unparteiischen hatten keinen Linie. Sie ließen klare Körperkontakte mit Behinderungen beim Korbleger oder Dribbling großzügig laufen. Pfiffen dann aber wenig später Bagatell-Berührungen ab. Und in der entscheidenden Phase beeinflussten gleich mehrere technische Fouls auf beiden Seiten wegen unsportlichen Verhaltens die Partie entscheidend.
Emotionen nicht im Griff
„Wir hatten im letzten Viertel unsere Emotionen nicht im Griff. Und kamen mit der extrem körperbetonten Spielweise des Gegners nicht klar“, sagte TVB-Coach Jeremy Black. „Dennoch: Ich bin nur stolz auf diese Mannschaft, die drei Viertel eine beeindruckende Leistung gegen solch ein Topteam zeigte.“ - So spielte der TVB: Schmid (13 Punkte), Reimisch (12), Tübel (10), Wroblewski (10), Langenfeld (10), Reisberger (6), Bergmann (4), Michel.