Fußball
TSG Jockgrim nach der Halbzeit stärker
Mit einem Lokalderby startete die Fußball-Bezirksligasaison in der Südpfalz. Die TSG Jockgrim konnte in Erlenbach mit 5:1 gewinnen. Während Jockgrim gerade nach dem Seitenwechsel effektiv seine Chancen nutzt, hadern die Gastgeber mit der Chancenverwertung.
Auf den ersten Treffer der Jockgrimer fand der Gastgeber noch eine schnelle Antwort. Zunächst wurde David Lauer im Erlenbacher Strafraum mustergültig bedient, mit einem satten Schuss brachte er die Gäste in Führung. Nur wenige Minuten später wurde Christian Cenusa auf der Gegenseite im Strafraum von den Beinen geholt. Der Gefoulte trat zum Strafstoß an. Den ersten Schuss konnte Torwart Sebastian Kaiser noch parieren, doch den Nachschuss setzte der erfahrene Cenusa in die Maschen.
Eingewechselter Fabrizio Iaci trifft
Nach einer halben Stunde gelang den Gästen durch Tim Lechnauer, der sich über links durchgesetzt hatte, das 1:2. Eine weitere Chance wurde vergeben. „Wenn man das Spiel zusammenfasst, war die erste Halbzeit nicht das, was wir uns vorgenommen haben und wie wir spielen wollen. Wir waren zu weit weg von den Männern und hatten kein gutes Zweikampfverhalten. Wenn man so spielt, bekommt man Probleme, egal bei welchem Gegner“, kritisierte Jockgrims Spielertrainer Nico Pfrengle und reagierte in der Pause: „Wir haben dann was umgestellt und das hat dann gefruchtet. Wir waren besser in den Zweikämpfen und im Zentrum präsenter.“
Für Max Cölln kam der quirlige Fabrizio Iaci auf Jockgrimer Seite ins Spiel. Nachdem Erlenbach druckvoll aus der Kabine kam, konnte der eingewechselte Iaci mit einem sehenswerten Treffer zum 1:3 seine Mannschaft endgültig auf die Siegerstraße bringen. „Das Tor war wichtig, aber vor allem durch die Umstellung zur zweiten Halbzeit war das Zentrum deutlich stärker und wir hatten mehr Räume. So konnten wir das dann als Team das Spiel für uns entscheiden“, so der Torschütze.
Erlenbach vergibt Chancen
Trotz des 1:3 steckten die Erlenbacher nicht auf und erarbeiteten sich auch Torchancen, die jedoch allesamt nicht genutzt wurden. Mircea Vacaru vergab zunächst aus kurzer Distanz und ein weiterer Schuss streichelte die Latte. Ferhat Soylu wurde im Eins-gegen-ein von Torwart Sebastian Kaiser gestoppt, und eine verunglückte Flanke von Soylu fischte Kaiser aus dem Eck. Kaiser war es dann auch, der nach mehreren guten Situationen von seinen Vorderleuten die endgültige Entscheidung forderte. Donavyn Solis Schulman lieferte aus kurzer Distanz den Treffer zum 1:4 (73.) und Joshua Moos stellte in der 83. Minute mit dem 1:5 den Endstand her.
„Die Effektivität vor dem Tor war auf jeden Fall da, denn wir haben aus sechs, sieben Chancen fünf Tore gemacht“, zeigte sich Pfrengle nach dem Spiel zufrieden.
Scozia: Auf ungewohnten Positionen
Auf Erlenbacher Seite steht einem deutlichen Ergebnis eine phasenweise starke Leistung gegenüber, die jedoch nicht mit Zählbarem belohnt wurde. „Das Ergebnis war deutlich zu hoch, da wir unsere Chancen nicht genutzt haben. Bei solchen Spielen in der Bezirksliga muss man seine Chancen nutzen, um im Spiel zu bleiben. Hintenraus hat dann auch die Motivation nachgelassen, als es deutlich wurde. Eigentlich hatten wir gut mitgespielt und waren auch gut im Spiel, aber in der zweiten Halbzeit ist es einfach nicht so gelaufen, wie wir es wollten“, kommentierte Christian Scozia aus Erlenbacher Sicht die Partie. „Wir wissen, worauf wir verstärkt achten müssen. Wegen unserer vielen Urlauber mussten Leute auf Positionen spielen, wo sie normal nicht unterwegs sind. Sobald unsere Urlauber wieder da sind, alle wieder auf ihren Positionen spielen, werden wir auch eine ordentliche Runde spielen können.“
Auf Jockgrimer Seite steht ein gutes Gefühl, was nach der Abstiegssaison 2024/2025 gut tut, wie Fabrizio Iaci betonte: „Gerade nach dem Abstieg ist es wichtig, wieder Spiele zu gewinnen.“