Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel TSG Jockgrim hält die Chance auf den Aufstieg weiter offen

Tim Lechnauer schießt das 1:0 für Jockgrim. Links Haßlochs Torben Hubach.
Tim Lechnauer schießt das 1:0 für Jockgrim. Links Haßlochs Torben Hubach.

Während es für den 1. FC 08 Haßloch um nichts mehr ging, musste die TSG Jockgrim gewinnen, um weiterhin die Chance auf die Aufstiegsrelegation offen zu halten.

Am vorletzten Spieltag öffnete die TSG Jockgrim ihre Pforten zum letzten regulären Heimspiel der Saison, denn abhängig vom Ausgang der Partie gegen den FC 08 Haßloch und dem letzten Saisonspiel beim Meister in Ludwigshafen könnte die TSG Jockgrim noch in die Relegation um die Aufstiegsränge einziehen oder ein Entscheidungsspiel gegen den SV Geinsheim erzwingen. Einer der Ersten, die zum Spiel gegen den 1. FC 08 im Stadion ist, ist Thomas aus Jockgrim, der an der Kasse am Stadioneingang steht und das Platzgeld kassiert. „Ich bin schon seit über 25 Jahren Mitglied bei der TSG und habe früher auch selbst für die TSG gespielt. Als dann Hilfe gebraucht wurde, habe ich mit zwei anderen Mitgliedern das Kassieren am Eingang übernommen, weil das ja auch gemacht werden muss“, erzählt der gebürtige Jockgrimer, der sich am Eingang auch über mehr Arbeit nicht beschweren würde. „Gerade bei den Derbys würde ich mir mehr Zuschauer wünschen und auch wenn jetzt nicht alle Spiele top waren, können wir noch immer Zweiter werden und somit wäre in Sachen Aufstieg noch alles möglich.“

Hierzu ist jedoch ein Sieg für die TSG Pflicht, und entsprechend legte die TSG los. Nachdem die ersten Torchancen der TSG vergeben wurden, verwertete Kapitän Tim Lechnauer in der 8. Minute einen Ball in die Spitze trocken zur 1:0-Führung und brachte damit sein Team auf die Siegerstraße. Die TSG blieb offensiv weiterhin gefällig und hatte einige Torchancen, ohne jedoch den letzten großen Druck zu entwickeln, um die Partie frühzeitig zu entscheiden, zumal von Haßloch in der ersten Hälfte fast keine Gefahr ausging. Das 2:0 besorgte dann Spielertrainer Nico Pfrengle mit einem satten Freistoß aus rund 17 Metern.

Nach dem Seitenwechsel legte Jockgrim dann nach, als Joshua Moos in der 49. Minute einen quer in den Sechzehner gespielten Ball verwerten konnte. Die TSG hätte ab diesem Zeitpunkt alles im Griff haben können, ließ jedoch dann die Gäste unnötigerweise ins Spiel kommen. „In der ersten Halbzeit hätten wir schon ein paar Chancen mehr nutzen müssen und das Ding frühzeitig entscheiden müssen“, kommentierte Jockgrims Trainer Nico Pfrengle die Partie, „wir kommen dann aus der Halbzeit, machen das 3:0 und verlieren dann aber den Faden. Mit der Roten Karte wurde es dann noch schwieriger und ich denke, dann hat auch der Kopf noch eine Rolle gespielt, weil es ja auch noch für uns um was geht.“

Die besagte Rote Karte kassierten die Hausherren dann, nachdem Ibrahim Mastrorocco nach einem Zuspiel von Chindo Okpala frei vor dem Torwart stand und auf 3:1 verkürzte. Vincent van Elst hatte Martin Berac, der frei aufs Tor zugelaufen wäre, gehalten, wodurch sich die Hausherren numerisch dezimierten. Den fälligen Freistoß setzte der starke Ibrahim Mastrorocco dann an die Latte, und der Haßlocher Angreifer scheiterte dann kurz vor Ende der Partie in einer weiteren Situation am stark parierenden Sebastian Kaiser im Jockgrimer Tor. „Wir sind ja schon abgestiegen, von daher ist das für uns jetzt nicht so schlimm. Wir haben gekämpft, haben alles gegeben um noch mal dran zu kommen“, äußerte sich der Haßlocher Angreifer zum Spiel, in der FC dem Geinsheimer Lokalrivalen im Aufstiegskampf hätte Schützenhilfe geben können. „Wir wollten einfach Jockgrim noch mal ärgern und einfach alles reinhauen.“

Da sowohl die TSG Jockgrim als auch der SV Geinsheim ihre Spiele gewannen, kommt es nun am letzten Spieltag zum Fernduell, in das die TSG mit zwei Punkten Vorsprung gehen wird. Während der SV Geinsheim nach Queichhambach muss, reist die TSG zu Südwest Ludwigshafen. „Mich stimmt positiv, dass das wohl ein ganz anders Spiel wird“, blickt Jockgrims Trainer Nico Pfrengle auf das Saisonfinale beim Meister voraus. „Wir hatten viele Spiele, in denen es bei den Gegnern eigentlich um nix ging. Ich denke, gegen Südwest wird das ganze nochmal offener und ich sehe da unsere Chance, dass wir mit unserem Umschaltspiel zupacken können. Wir wollen mindestens das Entscheidungsspiel erzwingen.“

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