Volleyball TS Germersheim gewinnt zum zweiten Mal gegen Speyer

Der nächste Germersheimer Punkt liegt in der Luft.
Der nächste Germersheimer Punkt liegt in der Luft.

Jahresauftaktspiel, Lokalderby und am Ende ein klarer Sieger: Das Pfälzer Volleyball-Oberliga-Derby TSV Speyer gegen TS Germersheim hatte wieder viel zu bieten. Mit 3:1 (25:14, 22:25, 25:16, 25:17) gewann Germersheim das Derby der beiden höchstklassigen Pfälzer Männerteams. Die Mannschaft hatte dabei von der Deutlichkeit der gewonnenen Sätze ein Déjà-vu. Nur die Reihenfolge war anders als im Hinspiel.

Mit nahezu vollem Kader und Topbesetzung schickte Coach Eric Palenczat sein Team mit den Worten „Heute können wir uns nur selbst schlagen“ ins Rennen. Sein Team legte – anders als im Hinspiel – los wie die Feuerwehr. Die Speyerer Gastgeber fanden zu keiner Zeit des ersten Satzes ins Spiel. Nach wenigen Minuten stand es blitzschnell 5:0 und nur kurz danach schon 12:5 für die Germersheimer. Vor allem ihr Aufschlagdruck und ihre Blockstärke sorgten immer wieder für Kopfzerbrechen beim Gegner.

Gut reagiert

Durchgang eins war also schnell erledigt. Doch die Gastgeber steigerten sich und boten Germersheim im zweiten Satz Paroli. Eine bessere Annahme machte es den Hausherren leichter, ihr Angriffsspiel aufzubauen. Die TS hielt dagegen, ehe eine Fünferserie Speyer mit 17:12 in Führung brachte. Auch wenn die Aufholjagd bis zum 22:22 erfolgreich war, kam danach der erneute kurze Einbruch.

„Nach dem ersten klaren Satz hatte ich schon auf den Druck für mein Team gewartet. Aber die Jungs haben nach dem Satzverlust gut reagiert“, beschrieb Coach Palenczat die folgende Phase. Die Gäste fingen den Druck des TSV gut ab und steigerten ihre Defensivleistung. Julius Rosenstiel sorgte mit sechs teilweise krachenden Blocks für einige Punkte und brachte sein Team auch mit entsprechender Körpersprache voran. Zuspieler Eike Spettmann, im zweiten Satz eingewechselt, zog im Spielaufbau weiterhin souverän die Fäden und ermöglichte seinen Angreifern viele recht einfache Punkte. Speyer hatte dieser Germersheimer Power nicht viel entgegenzusetzen.

Eingeschworen

„Vor dem vierten Satz haben wir uns geschworen, dass wir nicht in den Tiebreak gehen und drei Punkte mit nach Hause nehmen wollen“, fasste Mittelblocker Rosenstiel die Motivation des Teams zusammen. Und alle setzten diese Vorgabe nahezu perfekt um. Die Germersheimer setzten sich mit ein paar Punkten ab. Speyer versuchte mit taktischer Umstellung zwar noch mal alles, konnte der spielerischen und körperlichen Überlegenheit des Gegners insgesamt aber nichts entgegensetzen.

Am Ende feierte die TS einen ähnlich deutlichen Sieg wie im Hinspiel. Mit drei Punkten und der Annäherung ans Mittelfeld der Tabelle geht es weiter mit dem Heimspiel gegen die TG Konz (Samstag, 19 Uhr, Geschwister-Scholl-Schule). Speyer rangiert weiterhin auf dem Relegationsplatz und muss aufpassen, dass nach dem Abstieg aus der Regionalliga nicht der Abrutsch in die Landesliga folgt.

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